2008-04-10

Tag/Day 1 auf der/on BLACK PRINCE in Liverpool, England

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Unser Abend zuvor endete gegen 23.00 Uhr, weil einfach vor dem Kurzurlaub und der Geschäftsreise noch sehr viel zu tun war. Der Wecker war zwar auf 4.30 Uhr gestellt, aber um 3.30 Uhr hielt mich nichts mehr und so ging es zunächst einmal in den Waschkeller, um die letzten Sachen aus dem Trockner zu holen, die noch einzupacken waren. Kurz vor der Abfahrt dachte ich noch: Geht es auf eine Weltreise oder sind wir nur wirklich auf einer 3-Nächte-Kreuzfahrt. Mein Gepäck für die USA habe ich ja gestern bereits vorausgeschickt, weil ich keinen Gepäcktransfer in Heathrow T5 riskieren wollte.

Kurz vor sechs ging es dann zu Hause los. Der Wagen sollte dieses Mal wieder im Main Airport Center am Steigenberger/Dell gegenüber von Terminal 2 für 16 EUR / Tag stehen. Das immerhin günstiger als im Flughafen selbst, die dafür immer noch 23,50 EUR verlangen. Der Shuttle kommt auch alle 15 Minuten. Die anderen haben wir aufgegeben, nachdem der Shuttle sich das letzte Mal mehr als eine Stunde Zeit gelassen hat... Es ging also schneller von Southampton nach Frankfurt als vom Terminal zum Parkplatz.

Ich wurde mit dem gesamten Gepäck vorher am Terminal abgesetzt, damit wir nicht alles mit dem Shuttle noch umfahren müssen.

Im Terminal fiel die ausgesprochene Freundlichkeit bei Lufthansa am Check-In-Schalter schon auf. Ein Koffer hatte tatsächlich 27 kg, was eindeutig für die Investition der Waage spricht. Da unser Gepäck jedoch gepoolt wurde und ich Statuskunde bin, fällt das Übergewicht eines Normalsterblichen nicht ins Gewicht.

Wie üblich ging es dann auch wieder zum 2. Security-Check für GB-Flüge an Gate B52. Und wie üblich werden wir mal wieder von den übellaunigen und unfreundlichen Fraport-Mitarbeitern kontrolliert, die das Wort "Bitte" schon vollkommen aus deren Vokabular gestrichen haben und eigentlich jeden Behandeln, als ob man in einem Arbeitslager wäre.

Auch an Bord ging es überaus freundlich und nett zu. So bin ich Lufthansa gar nicht gewöhnt. Am Schluss kam des Rätsels Lösung: Es war mal wieder Fragebogen-Tag. Um hohe Bewertungen zu erlangen ist immer an diesen Tagen etwas anders. Ich erhalte den letzten Fragebogen und behalte den Kugelschreiber ein. Dafür bekomme ich von der Stewardess noch ein vorlautes "Sie dürfen den Kugelschreiber auch gerne behalten", als sie ihn in meiner Brusttasche entdeckt. Schade, dass ich gerade keinen Air France, Cathay Pacific oder China Eastern Kugelschreiber zur Hand habe. Dort bekommt man mit jedem Fragebogen einen eingeschweissten frischen Kugelschreiber, den man gerne behalten darf...

In Manchester ging es recht zügig durch die Passkontrollen. Nie wieder London Heathrow überlege ich mir für das nächste Mal. Das Gepäck wird mal wieder wild ausgeliefert, so dass sämtliche Priority-Labels überhaupt nichts nutzten.

Den Mietwagen haben wir dieses Mal bei Enterprise bestellt. Von Manchester nach Liverpool nehmen sie keine Einwegaufschläge und vor allem sie bringen einen hinterher noch zum Cruise Terminal. Wir bekommen einen Vauxhaull Corsa mit Automatik, was mir das Fahren sichtlich erleichtert, aber unser Gepäck reinzubekommen wird schwierig. Mit Mühe und Not schaffen wir auf der Rückbank den 3. Sitz freizuhalten, wenn nachher noch der Fahrer von Enterprise zusteigt.

Um die Beatles-Tour zu machen, reicht die Zeit nicht. So fahren wir nach Accrington und treffen uns auf eine Tasse Tee bei Louise, die bei Cruise Thomas Cook arbeitet und meine UK-Buchungen handelt. Sie hat mir eröffnet, dass wohl CARNIVAL UK beschlossen hat, keine Buchungen mehr von Nicht-UK-Kunden anzunehmen. Da P&O allerdings keine deutsche Vertretung mehr besitzt ist es wohl aufgehoben. CUNARD hatte uns schon das OK gegeben, dass wir noch dürfen. Das haben wir schriftlich und OCEAN VILLAGE wollten wir sowieso nie buchen. Und PRINCESS ist sowieso billiger in den USA zu buchen. Und CARNIVAL selbst buchen wir ja in den USA. Also stört uns diese Information nicht weiter, zumal Louise meint, dass wir uns deswegen keine Sorgen machen müssten.

Es ist kurz vor zwei als wir dann an der Enterprise-Station in Bootle ankommen, um den Wagen zurück zugeben. Da wir den Wagen nur zu 5/8 voll bekommen hatten, schlägt man uns vor, dass man denen die Betankung überlässt und dass das mit 88 p/l abgerechnet wird. Wir vertrauen mal Enterprise und geben den Wagen so ab. Gerade als wir ankommen, wird jemand anders (hinterher stellt sich heraus: der Comedian an Bord) ebenfalls zur BLACK PRINCE gebracht. Aber wir können aufgrund unseres Gepäckes nicht mit und so bitten wir um eine 2. Fahrt. Während wir warten, fängt es an in Strömen zu regnen und etwas 20 Minuten später werden auch wir zum Cruise Terminal umgefahren. Unser Fahrer hatte Pech: zwei Mal wurde nämlich zuvor die Klappbrücke aufgeklappt und mit uns hatte er Glück, dass er direkt durchgekommen ist. So sind wir fünf Minuten später auch am Terminal, der wirklich kein hübscher Anblick ist:



Das neueröffnete Cruise Terminal direkt am Albert Dock vor der Innenstadt ist leider nur für Durchfahrer gebaut worden. Es gibt dort keine Handlingsmöglichkeiten für Gepäck und Nachschub. Angeblich wäre das Budget zu klein gewesen...


Im Terminal geht es sehr zügig zu:



Wir haben nicht einmal Zeit, um die Toiletten aufzusuchen und werden schon aufgerufen an Bord zu gehen.

Bei mir herrscht eine komische Stimmung:

Einerseits freue ich mich riesig wieder auf die BLACK PRINCE.

Andererseits frage ich mich, wie es wohl wird, wenn wir wieder drauf sind:

wird es besser, schlechter oder bleibt es gleich.

Um es mal vorweg zu nehmen: Freude und kleine Enttäuschungen halten sich die Waage!

Damals sind wir mit den geringsten Erwartungen an Bord gegangen, weil wir ja wussten, dass nach Douglas Ward uns wenig erwartet.

Dieses Mal gehen wir darauf, weil wir wissen, wass wir wieder erwarten könnten und messen eben daran.

Damals waren insgesamt positiv in allen Punkten überrascht worden.

Dieses Mal ist die Chance einer Ernüchterung sehr hoch.

Als wir an Bord gehen fallen uns zunächst die neu rot-uniformierten Hostessen auf. An diese kann ich mich nicht erinnern.

Leider fehlt der Gentleman-Host, der uns damals mit Handschlag begrüßt hat. Der Cruise Director gibt leider nicht jedem die Hand.

Die erste Überraschungen erleben wir jedoch direkt bei der Security: Dort heiß es schon:

"Kennen wir uns nicht?"
"Wie lange ist das her?"
"Welcome Back!"

Darüber freuen wir uns sehr und der Handschlag ist damit wieder bereinigt.

Unsere Kabine 429 liegt auf Deck 4 und um es vorweg zu sagen... Man kommt sich vor wie auf einem Fischkutter. Es riecht leider leicht nach was-auch-immer-für-ein Treibstoff und die Klimaanlage erinnert uns ein wenig (!!!) an die Zustände auf der CENTURY.



Neu ist für uns unser Bullauge:


Neu ist leider, dass wohl auch bei Fred Olsen gespart werden muss und Molten Brown nicht mehr im Bad zu finden ist: Schade!



Was wir damals nicht entdeckt hatten, unser "Schminktisch", der eingebaut ist und nicht brauchen...



Ein Rätsel bildet dieser Kasten:



Wenn wir es öffnen sieht es hierin so aus:



Kann uns jemand mal erklären, was es sein könnte??? Und was passiert, wenn wir dran gehen. Wir haben keine Ahnung und da sich das Zimmermädchen bislang bei uns noch nicht vorgestellt hat (es ist schon Tag 2 kurz vor Douglas), konnten wir sie bislang auch nicht befragen.

Lösungsvorschläge als Kommentare oder Postings im Forum erbeten.

Es geht wieder zur TeaTime:





Und die Schnittchen wieder leckerer als bei CUNARD. Was ein bisschen Salat und Mayonaise ausmachen können...

Wir treffen Agnes und John wieder, die wir von unserer BLACK PRINCE-Reise kennen. Sie drücken uns erst mal herzlich an sich. Dieses Mal haben sie Freunde überredet mitzukommen. Sie haben uns bestimmt noch viel zu erzählen, weil sie waren ja auf der Weltreise der VAN GOGH.

Neu fällt an Bord das CI auf. Alle Schilder wurden wohl erneuert. Auch das SeaTV wurde entsprechend angepasst. Die Zeit während des zusätzlichen Werftaufenthaltes im Oktober hat man genutzt, das Schiff auf Hochglanz zu bringen und das sieht man überall.



Es geht dann Seenotrettungsübung. Alle die nicht erscheinen werden gemeldet und es gibt tatsächlich Anweisungen, bei denen in den Kabinen nachzuschauen. Sogar ich handele mir einen bösen Blick ein, nachdem ich eigentlich keine Lust hatte mir die Schleifen zuzubinden. Sie nehmen also das ganze immer noch sehr viel ernster als andere Gesellschaften, die wir im Laufe der Zeit kennengelernt haben.

Irgendwie habe ich mich "verlaufen" und komme im Suitenbereich aus: Obwohl es bereits nach 17.30 Uhr ist, und alle Gäste an Bord sein sollten und auch die Brücke nur noch für einen Notbetrieb hergerichtet ist, fallen uns überall offene Kabinentüren auf. So gucken wir uns mal in Ruhe in der Gomera-Suite um:













Na gut, das Bad ist etwas größer, aber auch bloß eine Dusche... Trotzdem ganz nett...

Als ich gerade die Suite wieder verlasse, kommt in diesem Augenblick ein Offizier um die Ecke geschossen, der uns wiedererkennt und uns erstmal auch mit den Worten begrüßt: "Schön, dass Sie wieder dabei sind". Irgendwie habe ich die Orientierung verloren und will gerade durch eine Tür laufen, von der ich dachte, dass sie zum Freideck führt, als Bruno mich zurückzieht: Die Tür führt in die Brücke!

Also stellen wir uns bei strömenden Regen kurz nach draußen, um Kapt. Thommessen bei der Ausfahrt zu beobachten. Auch er erkennt uns und legt seine Handschuhe wieder ab, um uns mit Handschlag zu begrüßen. Ihn fragen wir noch, warum wir statt wie geplant um 20.00 Uhr schon um 18.30 Uhr auslaufen. Er erklärt uns, dass jemand wohl vergessen hätte, bei der Planung mal in den Tidekalender zu gucken. Bei 20.00 Uhr würden wir nicht mehr rauskommen. Er muss jetzt schnellstmöglich das Schiff auf die offene See bekommen und wenn es nach ihm gegangen wäre, wären wir bereits um 17.30 Uhr raus. Aber dazu hätte die Reederei wieder alle Kunden informieren müssen und den Check-in vorziehen müssen.





Wir sprechen ihn noch auf das Ereignis in Korinth an. Als Prolog erklärt er uns erst einmal, dass er Urlaub hatte und dass es die Schuld des 2. (von 3) Lotsen war, der einfach nicht aufgepasst hat. Die Teile wurden dann nach Deutschland, Dänemark, Schweden und Spanien geschickt, um sie dort reparieren zu lassen. Aber wie gesagt: das Schiff ist in der Zeit auf Hochglanz gebracht worden.

Nun nutzen wir doch etwas die Zeit, um uns mal hinzulegen.

Es geht dann wieder ins Fleur de Lys zum Abendessen. Dieses Mal haben wir die 2. Sitzung angefragt. Uns hängen aber unsere Mägen bis zu den Kniekehlen: In Deutschland ist es bereits 21.30 Uhr.

Wir werden wieder sehr freundlich begrüßt. Unser Asssitent Maître D' Oscar von der letzten Fahrt ist auch dieses Mal wieder da. Von einigen werden wir mit "Welcome back, my friends" begrüßt.

Unseren 4 bzw. Doppel-4er-Tisch (8er-Tisch) am Fenster teilen wir uns mit zwei Schottinen, die wir allerdings kaum verstehen. Wir bräuchten eigentlich einen Simultanübersetzer mit eingeblendeten Untertiteln... Willkommen bei der 10 vor 10 auf 3sat...

Der 2. 4er-Tisch ist nicht besetzt. Da es am Fenster extrem kalt ist, werden wir uns heute Abend umsetzen und die Plätze direkt am Fenster aufgeben.

Die Speisekarte bringt keine neuen Überraschungen, da wir sie kennen. So können wir uns auf das stürzen, was wir beim letzten Mal nicht gegessen haben.





Nur bei der schottischen Graupensuppe: sorry - dass muss wieder sein und sie schmeckt leckerer denn je.







Auf den Nachtisch verzichte ich jedoch.

Um 22.15 Uhr beginnt die 2. Show: Thank you for the Music.

Eine Überraschung: nach neun Monaten treffen wir auf die Truppe von damals:











Die Show hat alles, was einer aus dem Jahrgang 1966, sich wünscht: naheliegenderweise ABBA, aber auch Barry Manilow, Supremes, Barbra Streisand usw.

Im Rahmen der Möglichkeiten wieder toll gesungen. Wenig Überraschungen, weil die technischen und räumlichen Voraussetzungen fehlen, aber trotzdem sehr solide und ansprechend präsentiert.

Auf das Mitternachtsbüffet um 23.30 Uhr verzichten wir.

Bis morgen in Douglas, Isle of Man.

Gruß
HeinBloed

1 comment:

  1. ist das eine Feuerlöscheinrichtung auf deinem Bild?, würde sagen Finger weg!

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