2014-11-12

Exkurs/Excurses: Einige Wochen/Some weeks vor der/before DISNEY DREAM in Papenburg, Germany, London und/and Southampton, England

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BUT UNFORTUNATELY I AM SORRY TO LET YOU KNOW:
CURRENTLY MY TIME IS SO LIMITED THAT I HARDLY CAN WRITE THE GERMAN VERSION OF THE BLOGS.
I NEED THE TIME TO WRITE THE GERMAN VERSION FIRST AS I NEED TO KEEP MY MEMORIES FRESH.
THEN I AM EXPERIENCING THE VOYAGE ONE MORE TIME WHEN I TRANSLATE IT.
ALTHOUGH I AM TEMPORARY OUT OF WORK FROM SEPTEMBER 23, 2014: I HAVE NO TIME TO DO THE TRANSLATION IN NEAR FUTURE.
SO SORRY: YOU NEED TO WAIT
OR YOU NEED TO USE THE TRANSLATOR ON GOOGLE.
THANK YOU FOR YOUR PATIENCE.



Neun Tage Landurlaub konnte ich mir nicht vorstellen. Es gab ein paar Voraussetzungen: wir müssen irgendwie an Washington, DC vorbei, um meine Tante einzusammeln. Wir müssen meine Tante bis zum 18.11.2014 wieder wohlbehalten abgegeben haben. Es darf nicht Carnival sein und nach acht Nächten Royal Caribbean auch keinesfalls nochmals Royal Caribbean. NORWEGIAN BREAKAWAY haben wir gerade in New York um einen Tag verpasst, zumal ich ja dann auch nicht in Washington, DC vorbeigekommen wäre. Also blieb nur: Port Canaveral als nördlichster Ausgangspunkt für eine weitere Kreuzfahrt und vom Termin und Preis her, passte nur eine: DISNEY DREAM. Ich habe schon viel von Disney gehört, besonders sehr viel Gutes. Das war mir trotzdem egal. Bisher wurden sie nicht in unsere Pläne passten, weil wir ohne Kinder reisen und sie nicht zu den Preisen unbedingt angeboten werden, zu denen wir normalerweise fahren (immer auf pro Nacht umgerechnet - so 100-120 EUR/Nacht in einer Balkonkabine ist unser Ziel exkl. Servicecharges und Getränke). Aber nach so vielen Tagen Nordatlantik, brauche ich mal ein paar Tage Sonne und Wärme. DISNEY DREAM ist eigentlich bereits für Januar 2015 gebucht, aber so kam nochmals eine Buchung für jetzt dazu. Gleiche Route. Gleiche Länge. Und das Anlass genug nochmals nach Papenburg zu fahren, um sich in Ruhe nochmals den Raum anzusehen, bei dem ich bislang nur schnell durchgelaufen bin: der Ausstellungsraum über den Bau der DISNEY DREAM in der Meyer-Werft. Und jetzt hole ich ihn nach.





Als wir 2008 mit der CENTURY (damals nur CENTURY und nicht CELEBRITY CENTURY) wurden wir nicht kontrolliert. Noch nie wurden wir in einem Karibik-Hafen nach unseren Pässen gefragt. Meine Eltern haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit und so stellte sich heraus, dass sie ein Visum für Bahamas brauchen. Es existiert ein Dokument im Internet, das sogar vom Generalkonsulat der Bahamas in New York herausgegeben wurde und das besagt, dass man kein Visum braucht. Aber das Dokument hatte nur wenige Wochen vor vielen Jahren Bestand und offensichtlich gilt hier: Das Internet vergisst nie. Nach einigen Recherchen kommt heraus, dass ich extra nach London zur Bahamas High Commission (= Botschaft) muss, um das Visum zu beantragen. Oh klasse: sie brauchen 48 Stunden für die Ausstellung des Visums und ich könnte so reisen, dass ich zwei Nächte noch eine Mini-Cruise von P&O mitmachen könnte. Leider zu früh gefreut: wegen eines Feiertages auf den Bahamas hat ausgerechnet am Tag der Einschiffung die Botschaft geschlossen. Weil ich aber vorher anrufe und erkläre, dass ich extra aus Deutschland anreise, wird ohne Zusatzkosten die Ausstellungsfrist auf 24 Stunden verkürzt. Dennoch reise ich bereits am Vorabend an. Denn ich Blödmann habe für 20.00 EUR Rynair ab Hahn gebucht. Das bedeutet für mich: zunächst einmal sehr genau alles bei der Buchung lesen. Und sehr genau alles befolgen. Extra zahlen für einen Platz in Reihe 1. Fast zwei Stunden nach Hahn fahren. Ewig von einem bezahlbaren Parkplatz am Flughafen Hahn zum Terminal laufen. Die Monopolpreise beim Bäcker vor dem Gate akzeptieren. Die Verspätungen ohne Vorankündigungen akzeptieren. Selbst zum Flugzeug laufen. In Sitzen sitzen, die nicht den UN-Menschenrechtskonventionen entsprechen und sich dumm und dämlich für schlechtes Essen an Bord bezahlen.

Denn ich bin bereits bei den Vorbereitungen für meine OP und so kann ich vieles schon gar nicht essen. Das Hühnchen kann ich wohl hier rauspicken. Hat viel Eiweiß. Der Rest für die Entsorgung.





Da ich zum ersten Mal Ryanair fliege, unterstütze ich natürlich die karitativen Zwecke der Kinderstifung und kaufe eine Unmenge Lose zu einem besonders guten Schnäppchenpreis und der Gewinner am Schluss: Die Ryanair-Kinderstiftung... hoffe ich... ich war auf jeden Fall der große Verlierer.

Wenigstens war mein Aufpreis für den Sitzplatz in Reihe 1 gut angelegt. Das Abenteuer endet aber nicht mit dem Flug in Stansted. Durch die Passkontrolle ging es dank automatischer Spuren sehr schnell. Ich war froh bei National Express einen flexiblen Tarif gebucht zu haben, der mir erlaubte auch spätere Busse zu nehmen, wenn einer gefahren wäre... Ich hätte den nächsten Bus nach meinem ursprünglich gebuchten geschafft. Nur der kam nicht. Der nächste auch nicht. Die Konkurrenz fuhr direkt von nebenan. Und wie üblich: kein Mitarbeiter von National Express fühlt sich berufen, die Fahrgäste zu informieren. Als meiner endlich kam, ging es endlich zu Sherlock Holmes in der Baker Street. Ich musste lediglich zur gleichnamigen U-Bahn-Station, um festzustellen, dass meine Oyster Card (Bezahlkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in London) von der letzten Fahrt ins Minus gerutscht bin und ich erstmal einen Schalter aufsuchen musste, um sie wieder zu reaktivieren. Ich hätte besser mit dem Stansted Express fahren sollen, aber ich habe so spät mich darum gekümmert, dass es nur noch die Standardtarife gab und die waren unbezahlbar.





Am Bahnhof Green Park muss ich raus. Bis zum meinem Hotel sind es nur wenige Schritte. Aber das Ritz ist es leider nicht.

Hotels in London sind unbezahlbar. So nutze ich meine Punkte von IHG Club, um eine Nacht günstig zu wohnen. Die Zeiten, in denen ich in London in einem 4-er Zimmer mit Gemeinschaftsdusche und -toilette gewohnt habe, sind vorbei. So geht es in das Holiday Inn Mayfair, das direkt nur wenige Schritte vom Ritz entfernt in seiner Seitenstraße liegt und etwas 10-15 Minuten zu Fuß zur Botschaft. Umd ie Ecke im U-Bahnhof befindet sich zum Glück ein Marks & Spencer Simply Food, bei dem ich mich eindecken konnte. Denn auch die Restaurants im Umfeld des Ritz erschienen mir unbezahlbar. Eine zweite Nacht kann ich mir dort nicht leisten, aber ich soll ja nur noch das Visum dann abholen. Das Holiday Inn Mayfair war gut. Alles in Ordnung. Bis auf zwei Kleinigkeiten. Man muss extra zahlen, wenn man deutschsprachiges Fernsehen sehen will. Und als ich in der Botschaft war und zurück, kam stellte ich fest, dass jemand in meinem Zimmer war: Meine Sachen waren durchwühlt. Als IHG Club Platinum darf ich bis 14.00 Uhr bleiben und habe daher das Schild auf "Bitte nicht stören" gesetzt. Aufgrund eines EDV-Fehlers wurde ich bereits systemseitig ausgecheckt. Das Schild hatte aber das Personal des Housekeepings nicht abgehalten, meine Sachen erst zusammenzupacken, bevor man sich vielleicht doch an der Rezeption nachfragt, ob der Gast wirklich ausgezogen ist und so blöd war, seine Sachen zu vergessen... Nun der Ärger war groß, als ich wieder zurück war. Der Manager musste in meinem Zimmer antreten und mir das erklären. Einen Großteil meiner Punkte bekam ich dann großzügig wieder. Ich hätte direkt nach einem Sonderpreis für eine weitere Nacht fragen sollen... aber ich hatte ja andere Pläne zwischenzeitlich.





Damals auf der NORWEGIAN SUN hatte ich extra die Richard-Socken an, weil Richard Janiecki der Hotel Director war und nun sind die London-Socken im Koffer, weil ich in London bin.

Auf dem Weg zur Botschaft am nächsten Morgen, komme ich an diesem Objekt vorbei und es kommt mir irgendwie bekannt vor. Aber ich kann es noch nicht zuordnen.





Nach wenigen Minuten komme ich an der Botschaft an.

In der Botschaft wird man freundlich empfangen. Ich bin ein wenig früh und so darf ich auf einem Sofa warten. Man nimmt mir die Jacke ab. Man merkt, dass man es mit einer karibischen Insel zu tun hat: Mir fallen die vielen Rum-Flaschen in der Auslage aus. Ich hatte mich vorangemeldet und war eigentlich als erster da. Aber leider werde ich nicht als erster dran genommen, weil wohl eine Eheschließung spannender ist. Trotzdem ist alles sehr entspannt. Nicht so wie in der chinesischen Botschaft in Berlin. Das war Stress pur.





Der Blutdruck steigt dann wieder: für meine Eltern zahle ich 110 GBP (2014) für zwei Visa mit einmaliger Einreise. Der Besuch der Disney eigenen Insel Castaway Cay gilt nicht als 2. Einreise. Hoffentlich berücksichtigen das meine Eltern bei der Aufteilung des Erbes... Übrigens in den Visa-Kosten sind jede Menge Reisetipps und eine Karte der Bahamas integriert.

Ich fahre zum Bahnhof Waterloo. Hier hatte ich mir vorab schon Internet-Tickets bei SouthWestTrains bestellt, die ich mir nur noch am Automaten selbst abholen musste. Weil es noch Bahnsteigkontrollen gibt, funktionieren nur ein Einheitstickets. Tickets zum Selbstausdrucken, wie bei der Deutschen Bahn, gibt es leider nicht. Außerhalb der Peak-Time kann ich dann jeden Zug nutzen, so dass ich schon früher als geplant wegkomme. Ich kaufe mir noch etwas für unterwegs zu essen.





Übrigens, wenn von Dover nach Southampton oder umgekehrt will, weil er von einem Schiff auf das andere umsteigen will, kann theoretisch durch den Tunnel vom Bahnhof Waterloo East hierher zum Bahnhof Waterloo laufen. Zwei Kleinigkeiten beachten: 1. die Hochgeschwindigkeitszüge der SouthEastern ab Dover halten hier nicht sondern in St. Pancras (1.10 Stunden bzw. 2 Stunden) und 2. man braucht eine durchgehende Fahrkarte, weil man wohl sonst den Tunnel nicht benutzen darf. Zumindest ist auch hier eine automatisierte Fahrkartenkontrolle eingebaut.

Es geht nach Southampton. Die Zugfahrt und die Übernachtung hier insgesamt war um einiges günstiger als eine weitere Nacht in London. Allerdings nicht mehr kostenlos ist der Link vom Bahnhof zum Town Quay. Kostet jetzt 1,00 GBP (2014) pro Person. Mit ihm konnte man bislang kostenlos sehr viel näher an das Tor 4 heranfahren, wenn man zum Queen Elizabeth II Terminal oder Ocean Terminal wollte. Nun müsste man den gesamten Weg dahin laufen. Zum CityCenter Terminal und Mayfair Terminal ist man eh näher vom Bahnhof als vom Town Quay.





Shipspotting ist ja eh billiger als das Leben in London und so genieße ich den Anblick der EMERALD PRINCESS.

Auch noch im Hafen: OCEANA





Und auch noch AURORA lief am gleichen Abend aus.

Bei der AZURA am nächsten Morgen hatte ich Pech: Ich war früh auf, der Nebel allerdings auch. So konnte ich zunächst so gut, wie nichts erkennen. So entschloß ich mich, wieder ins Bett zu gehen und die zwei weiteren Schiffe, die im Zulauf auf Southampton sind, erst später zu fotografieren, in der Hoffnung, dass der Nebel sich dann verzogen hat.





Ihretwegen bin ich in Southampton: OASIS OF THE SEAS. Der Nebel war noch nicht ganz weg. So ist die Qualität der Bilder leider nicht besonders gut. Ganz ehrlich: eine Schönheitskönigin ist sie nicht!

Im Dunkeln verpasst: SAGA SAPPHIRE. Aber seit dem die SAGA RUBY nicht mehr in der Flotte ist, habe ich so das Interesse mal mit Saga vor meinem 55. Lebensjahr mitzufahren verloren. Wie gerne wäre ich einmal im Leben auf der VISTAFJORD gerne mitgefahren, aber dazu hätte ich mir jemanden suchen müssen, der mindestens 55 Jahre alt gewesen wäre, um als "Jüngerer" (min. 40) mitfahren zu dürfen.





Das letzte Schiff war die MSC MAGNIFICA.

Aber von ihr habe ich so viele Bilder in Hamburg gemacht, dass es jetzt nicht schlimm, dass ich ihre Einfahrt heute Morgen im Nebel verschlafen habe.





Selbstverständlich habe ich wie üblich in Hythe im Maples Hotel bei Shirley und Godfrey gewohnt. Wenn ich genügend Geld hätte, würde ich ja deren Hotel kaufen und jeden Tag shipspotten...

Die Rückfahrt nach London ist unspektakulär. Ich habe das Visum abgeholt und mich mittags zum Lunch im Pub Kings Arms sm Shepherds Market auf dem halben Weg zwischen der Botschaft und Green Park getroffen. Eine schöne Ecke mit vielen Restaurants und Pubs.





Damals Himmelfahrt 2009: die Courtyard Villa auf der NORWEGIAN JADE. Der damalige Bewohner der Villa: Thorsten, der jetzt in London lebt. Mit ihm habe ich mich zum Mittagessen getroffen. Die Rückfahrt zum Flughafen Stansted erfolgte dann 3 1/2 Stunden vor dem Abflug. Aufgrund der Verkehrssituation kam ich so 15 Minuten vor Abflug am Gate an. Das war echt knapp. Viele hatten ihren Flug bereits verpasst, weil sie festgesteckt haben. Auf jeden Fall: neue Lose kaufe ich nicht und beschließe das nächste Mal doch lieber etwas mehr zu zahlen und Lufthansa oder British Airways ab Frankfurt zu fliegen. Im nächsten Kapitel geht es dann zurück nach Savannah, Georgia.

1 comment:

  1. Wenn du nicht Vielreisender wärst, würdest du bei diesem Kapitel nicht das Wort 'entspannt' benutzen, das ist ja fast schon Stress das zu lesen.
    Man muss bei Ryanair nichts essen, der Flug ist doch nicht weit. Gibt es den Shuttlebus von P7 am Hahn nicht mehr? Der fährt normal alle 20 Min, nachts wohl weniger.
    Und: Schön, dass du so fleißig schreibst, dann habe ich jetzt an den Feiertagen etwas Urlaubsmäßiges zu lesen. :-)

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