2014-10-31

Tag/Day 0.2 vor der/before QUANTUM OF THE SEAS in Calais, France

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BUT UNFORTUNATELY I AM SORRY TO LET YOU KNOW:
CURRENTLY MY TIME IS SO LIMITED THAT I HARDLY CAN WRITE THE GERMAN VERSION OF THE BLOGS.
I NEED THE TIME TO WRITE THE GERMAN VERSION FIRST AS I NEED TO KEEP MY MEMORIES FRESH.
THEN I AM EXPERIENCING THE VOYAGE ONE MORE TIME WHEN I TRANSLATE IT.
ALTHOUGH I AM TEMPORARY OUT OF WORK FROM SEPTEMBER 23, 2014: I HAVE NO TIME TO DO THE TRANSLATION IN NEAR FUTURE.
SO SORRY: YOU NEED TO WAIT
OR YOU NEED TO USE THE TRANSLATOR ON GOOGLE.
THANK YOU FOR YOUR PATIENCE.



Warum ist wohl an jedem Eingang eines Supermarktes eine Bäckerei? Beim Duft von frischem Gebäck macht das Hirn "klick" und ist für alles "offen" im wahrsten Sinne des Wortes. Sachen landen im Einkaufskaufswagen, die von sich aus den Weg finden. Und genau geht es mir am Frühstücksbüffet, wenn es hier nach frischem Brot riecht und auch noch Kaisersemmeln da sind, die ich definitiv ich nicht essen kann.





Es bleibt daher bei einer Banane und zwei Esslöffel Joghurt.

Und damit ich es überhaupt herunterbekomme, muss ich mir noch die Banane zerdrücken. Als Nachschlag gönne ich mir noch zwei Portionspackungen Philadelphia.





Ich hole meine Eltern in Mönchengladbach ab. Dort stellen wir erstmal fest, dass das ganze Gepäck gar nicht in den Mercedes meines Vaters passt und wir daher mit meinem Skoda Yeti fahren müssen. Ganz schnell müssen wir alle Beteiligten über das neue Kennzeichen informieren. In Belgien ist der erste Halt für das Mittagessen: Wellington Café.

Schön gemütlich und mit vielen Bieren. So wie man sich Belgien eben vorstellt.





Mein Vater bekommt sein erstes seiner zahlreichen Omelettes dieser Reise und meine Mutter noch ein Fischfilet.

Ich nehme nur eine Champignoncremesuppe. Das führt natürlich zu besorgten Rückfragen meiner Eltern, ob ich krank sei, weil ich normalerweise sehr viel mehr bestellen würde. Wohl oder übel, muss ich jetzt gestehen, dass ich die Operation hinter mir habe und zum Glück sind wir weit genug von zu Hause, um die Reise an dieser Stelle abzubrechen.





So können meine Eltern an meinem neuen Leben teilnehmen. Zu dem neuen Leben gehört natürlich auch der Selfie-Stick.

Ein Ort voller Kindheitserinnerungen ist immer perfekt, um solche Geständnisse zu machen. In meinem Fall Waterloo, Belgien. So schätzungsweise 35-40 Jahre ist es jetzt her, dass wir hier waren und mit Sachen wie "Weißt du noch damals..." kann ich meine Eltern gut ablenken, damit sie sich nicht zu intensiv meiner Operation widmen.





Zeit, um die Ausstellung zu besuchen, bleibt nicht.

Und Interesse die Treppen hoch zu laufen, hat weder mein Vater noch ich.





Mal gucken, ob ich noch die Bilder aus der Kindheit damals von Waterloo.

Mein Ablenkungsmanöver funktioniert einige Zeit. Dann brauche ich ein neues Ablenkungsmanöver: Schokolade.





Hier gibt es sogar Stevia-Schokolade, so dass mein Vater auch etwas davon essen kann.

Alles steht immer noch im Vorzeichen von Halloween.





Wir sind bei einem der besten Chocolatiers: Dumon in Torhout (hat aber auch drei Läden in Brügge, falls man mal Zeebrugge anläuft oder auch einen Lade in Hongkong.) Er vertrat Belgien auf der Weltausstellung 2010 in Schanghai.

Weiter geht es heute Abend bis nach Calais ins Holiday Inn in Calais-Coquelles.





Hier habe ich eine Suite mit zwei Schlafzimmern gebucht.

Aber es stellt sich heraus, dass ein Zimmer das Wohnzimmer war, in dem das Sofa umgeklappt wurde.









Der begehbare Kleiderschrank fasziniert uns.

Neben den Details, hätten noch zwei weitere Gäste hier schlafen können.





Wir beschließen im Hotel etwas zu essen, weil wir keine Lust hatten, uns nochmals umzuziehen und raus zu fahren. Das Brötchen ist leider absolut nichts für mich.

Und dann passiert ein Mordanschlag: die Gemüsesuppe stellt sich als Brokkolicremesuppe heraus. Terrible!!!





Meiner Mutter wollte ich ein Croques Monsieur bestellen, aber ohne Käse... aber das gelingt denen irgendwie nicht...

Ich nehme ein Tütchen Senf-Mayonnaise und ein Tütchen Salatsauce zum Abendbrot... alles andere kann ich einfach nicht essen.





Unsere Laune lassen wir uns trotzdem nicht verderben. Es kann ja nur noch besser werden.





Zum Glück habe ich Notrationen an Energy-Drinks dabei. Aber es wird zum Glück das letzte Mal, dass ich darauf zurückgreifen muss.

Ins Bett geht es dann mit Bruno. Mangels großem Bruno mit dem kleinen Bruno Posti... Bonne Nuit.

2014-10-30

Große Veränderungen/Major Changes und/and Tag/Day 0.1 vor der/before QUANTUM OF THE SEAS in Troisdorf, Germany

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Ich hatte nach elf Jahren beschlossen, dass ich mein Leben verändern muss. Jede Woche 4 Stunden im ICE nach Hause. Seit elf Jahren habe ich keinen einzigen Tatort mehr gesehen. Jeden Sonntag nach der Lindenstraße geht es zurück nach Salzgitter. Mittlerweile kannte ich die Zugbegleiter und Mitfahrer schon besser als Bruno. Meinen letzten Arbeitstag hatte ich bereits vor der NORWEGIAN JADE-Reise. Ich wollte mich aber nochmals bewusst von meinen Mitarbeitern verabschieden - nicht in der Hektik meiner letzten Tage in Goslar. Es sollte auch nicht in Goslar sein, sondern in Hildesheim im Van der Valk Hotel, weil mich der Service und das Essen an Kreuzfahrten erinnert und ich denen noch ein letztes Mal ein gemeinsames Erlebnis auf einer Kreuzfahrt bieten wollte, ohne dass wir auf einem Schiff sind: Ingrid (NORWEGIAN JADE), Karin (DELPHIN), Andrea (DELPHIN, DELPHIN VOYAGER, NORWEGIAN EPIC, MSC PREZIOSA), Detlef (DELPHIN VOYAGER), Rosa (DELPHIN, DELPHIN VOYAGER, NORWEGIAN EPIC, MSC PREZIOSA), Stefan, Angela und Thomas (DELPHIN VOYAGER, NORWEGIAN JADE), Hanna (DELPHIN, DELPHIN VOYAGER, MSC PREZIOSA), Gaby (leider keine gemeinsamen Fahrten), Dominik, Bruno (hat mich nicht als Chef akzeptiert...), Anja, Lennart, Juliane (DELPHIN VOYAGER). Ich werde sicherlich meine Arbeit nicht vermissen, aber viele Menschen, mit denen ich zusammenarbeitet habe und die ich im Laufe der Zeit doch irgendwie ans Herz gewachsen sind. Im Bild fehlt leider Selma, die wegen familiärer Umstände nur später kurz aufgetaucht ist, um sich persönlich noch von mir zu verabschieden.





Vorspeisen wie auf einem Kreuzfahrtschiff.

Ente ist sicherlich auch ein typisches Essen für einen formellen Abend.





Und die Dessertvariation gehört auch zu einer typischen Kreuzfahrt.

Leider bedeutet die Veränderung in meinem Leben, dass ich mich für etwa sechs bis neun Monate von meinen geliebten Steaks ebenfalls trennen muss. So suche ich in Frankfurt das Ojo de Agua auf, weil dich dachte, dass es hier gutes Steak gibt.





Fängt schon gut an: Chimichurri.

Aber das Steak kommt leider scheibchenweise im Ganzen gegart. War aber geschmacklich sehr gut.





Wenige Tage später noch einmal feste Nahrung in "Zur Freiheit" in Reichelsheim-Laudenau.

Nochmals ein Süppchen.





Und nochmals ein Geflügelsalat, also viel Eiweiß.

Am 21.10.2014 geht es ins St. Josefskrankenhaus nach Heidelberg. Ziele: kein Diabetes Mellitus Typ 2, kein Bluthochdruck, keine Schlafapnoe und ein besseres Erscheinungsbild, wenn ich eine neue Stelle suche.





Ich dachte immer, dass es diese Kittel nur in amerikanischen Filmen gibt. Und ich dachte immer, dass man so wie Jack Nicholson im Film "Was das Herz begehrt" (mit Diane Keaton) mit nacktem Hintern rumlaufen muss, aber in Deutschland bekommt man Höschen...

Nach einer RnY-Magen-Bypass-Operation sieht man nicht gerade glücklich aus. Speziell, wenn man gerade wohl jede Menge blauen Farbstoff eingetrichtert bekommen hat, der nicht mehr aus der Nase raus will, um die Dichtigkeit zu testen und der sich unter den Fingernägeln festsetzt, wenn man versucht, es mechanisch aus der Nase zu entfernen. Tage später war ich froh, dass ich dann die Nasendusche endlich nutzen konnte, um das Zeug herauszubekommen.





Aber nach dem die Narkose dann auch nicht mehr wirkte, sah ich schon wieder halbwegs "normal" aus. Schmerzen hatte ich keine, so dass ich bereits am 2. Tag nach der OP auf die Zugabe von Novalgin verzichten konnte.

Da ich aber wegen der OP-Wunden (5 kleine Einstiche) nicht duschen konnte, war ich froh, dass Bruno mir den Kopf gewaschen hat. Das tat echt gut.





Bei mir gab es ein Problem: Ich sollte ursprünglich an der Uni-Klinik in Mannheim operiert werden. Weil alle Operationen abgesagt wurden und mein straffer Zeitplan denen allerdings bekannt war, wurde ich dann in Heidelberg operiert. Vor kurzem hat jedoch ein Arzt von der Uni-Klinik Mannheim eben hierher gewechselt und daher wurde ich dann ein Tag später als geplant operiert. Nur dort gab es noch nicht die notwendige Infrastruktur eigentlich für die Nachsorge. Die wird jetzt erst aufgebaut. Viele Sachen mussten wir im Internet recherchieren (z. B. wie man Schaumbildung beim Essen nach der OP vermeidet). Auch bekam ich eine laktosefreie Suppe, nur leider hatte sie mehr feste Bestandteile, als sie vielleicht lt. Schulmedizin hätte haben sollen. Mir kam es jedoch zugute, weil ich mich ja auf die Reise vorbereiten musste und daher schon sehr früh mich damit konfrontieren konnte, wie es mir möglicherweise unterwegs ergehen würde. Ich würde aber jederzeit wieder dort hingehen, weil das Ergebnis zählt. Und das gute: sie haben dort Internet für Patienten.

Ich bekommen endlich laktosefreien Joghurt, nur der ist voller Zucker und damit Kohlenhydrate. Beides soll ich vermeiden, um den sog. Dumping-Effekt zu vermeiden. Aber der hält sich zum Glück in Grenzen. Andererseits Joghurt ist wiederum gut, weil viel Eiweiß darin enthalten ist.





Irgendwann schaffe ich aber in sechs Stunden meine erste Tasse Möhrencremesuppe!!! Das kann ja noch lustig auf der Kreuzfahrt werden.

Und irgendwie auch ganz lustig: Das soll ich schon alles essen. Bloß nicht SAP etwas vorschlagen lassen...





Das erste Ziel ist schon fast nach der OP erreicht. Bei den Blutzuckerwerten bin ich soweit unten, dass ich auf das manuelle Spritzen von Insulin verzichten kann. Ich nehme nur noch Tabletten und bin in der Zeitmaschine ungefähr zehn Jahre zurück.

Nach sechs Tagen werde ich entlassen und mein erster Weg führt mich zu Struwwwelpeter in Schwetzingen. Sofia ist in London so muss mir "Bärchen" (Ich habe doch glatt seinen bürgerlichen Namen vergessen, weil ihn jeder nur so nennt...) mal den Kopf waschen und mir die Haare schneiden, damit ich auf der Reise einen guten Eindruck hinterlasse.





Unterwegs essen, bedeutet dann so ein halbe Tasse Suppe und wie hier beim Griechen Zähriger in Schwetzingen einen halben Teller Fetacreme. Und extrem langsam und in kleinen Bissen. Alles andere rächt sich sofort: erst Schluckauf und dann will es halt wieder raus. Mein Rest-Magen weiss schon, wie es reagieren muss, damit es ihm gut geht. Nur mein Kopf hat sich noch nicht an die Mengen gewöhnt.

Als ich zur ersten Kontrolle nach der OP fahre, will ich mich bei den Pflegekräften für ihre Geduld bedanken, die sie mit mir bewiesen haben. Es gibt mein Gewicht, das ich bereits seit der OP verloren habe, in Kaffee zurück.





Das ist übrigens Dr. Roderich Bünninghoff, der mich operiert hat. Eine sehr gute Arbeit. Ich fühle mich jetzt (zum Zeitpunkt des Schreibens) einfach nur super. Und ich kann kaum glauben, dass ich das da rechts bin.

Mein Startgewicht bevor es in Richtung Southampton geht.





Ich bin auf dem Weg zu meinen Eltern, aber sie wissen nichts davon, dass ich im Krankenhaus war. Jede Minute, die sie es zu früh wissen, könnte zum abruptem Ende der Reise führen, weil sie sich Sorgen, um meine Gesundheit machen. Damit ich nicht bei meinen Eltern zu Abend essen und frühstücken muss, übernachte ich lieber in einem Hotel und erscheine dann lieber zu einem Zeitpunkt, zu dem man normalerweise nichts essen muss. Außerdem bin ich es mit 48 Jahren leid, Rechenschaft abzulegen, warum ich so spät nach Hause komme und warum ich wieder so lange morgens schlafe, während sie mit dem Frühstück auf mich warten. Da ist manchmal das Geld für ein Hotelzimmer gar nicht mal so schlecht angelegt. Ich übernachte im Holiday Inn Express in Troisdorf, so dass ich am nächsten Tag nur noch eine Stunde bis zu meinen Eltern habe.





Ein typisches Holiday Inn Express älterer Bauart hat, aber man schläft super, da sie dort super Matratzen haben.





Die größte Herausforderung ist jedoch das Abendessen. Im Hotel ist das China-Restaurant Golden City. Ich hätte glatt in dem Abendessen-Büffet baden können. Deswegen will ich nicht dort essen und bestelle mir eine Eierblumensuppe zum Mitnehmen, damit ich nicht den ganzen Abend den Düften ausgesetzt bin und dann aus dem Fenster springe (allerdings Erdgeseschoss). Aber die bissfesten Tomatenstücke in der Suppe sind doch eine ganz schöne Herausforderung.