2009-05-15

Tag/Day 2 auf der/on NAVIGATOR OF THE SEAS in Marseille, France

Sorry - but my first blogs were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


Der 2. Tag begann nicht so schön, aber dafür konnte RCI nichts...

Regen über Marseille als wir einliefen.







Und das MPCC - das Marseille Provence Cruise Center... na ja, anscheinend die gleiche Idee wie in Hamburg, nur dass sich jemand noch die Mühe gemacht hat, die Container in die Bestandteile zu zerlegen... Nur das Terminal ist wohl nur den Gästen vorbehalten, die auch hier starten.



Ich gebe offen zu, dass ich mit gewissen Vorbehalten auf das Schiff gegangen bin, weil ich es nicht mag, wenn ich an einem großen Tisch aufgefüllt werde und der Service erst dann beginnt, wenn der Tisch voll ist.

Aber es war kein Thema einen separaten Tisch für vier zu bekommen, auch wenn es ein ungünstiger Tisch war. Aber warum soll es nicht so sein, wie auf allen Tischen: je kleiner die Tische desto eher fungieren sie irgendwie als Lückenbüßer. Hier werden wir direkt neben eine Servicestation gesetzt, was immer dazu führt, dass man ja auch ein paar Internas mitgekommt. Nur heute habe ich Pech: zwei sehr nette und freundliche Rumänen bedienen uns und die Internas werden in Rumänisch ausgetauscht... Grrrr...



Überrascht bin ich jedoch, dass hier ein Büffet aufgebaut ist.





Die Kombination von beidem finde ich gut. So kennen wir es von COSTA und FRED OLSEN. Nur bei COSTA hat man uns immer versucht, auf das Büffet zu beschränken. Hier und bei FRED OLSEN hat man uns immer auf Zusatzangebot in der Karte hingewiesen und auch gerne Bestellungen entgegengennommen.

Special of Day war ein Mango-Cantaloupe-Becher, den ich mir bestellt habe.

Leider gibt es an Bord keinen grünen Tee im Hauptrestaurant. Wenn ich es weiß, kann ich damit leben und meine eigenen Beutel mitbringen (muss man hierauf auch Korkgeld zahlen???) oder für 1,75 USD (netto) am Promenaden Café holen.

Für ein US-Schiff ungewöhnlich: es gibt keinen Cranberry-Juice - dafür aber frisch gepresster Orangensaft, der bei NCL berechnet wird.







Als dann der Kellner mein Special of the day brachte, entschuldigte er sich dafür, dass keine Mango mehr an Bord seien und es daher nur ein Cantaloupe-Becher sei... dafür sind noch die Reste vom Dessert vom vorabend als Einlagen verarbeitet worden.

Leider konnte ich es nicht aufessen, weil es einfach zu mächtig für ein Frühstück war...

Die Egg Benedicts habe ich mir mal nicht als NCL-Version bestellt, weil ich ja nächste Woche auf der NORWEGIAN JADE bin.

Die Sauce habe mir allerdings heruntergekratzt, weil sie irgendwie nach nichts schmeckte...





Der Toast war lecker, aber irgendwie hatte der Rand eine merkwürdige Konsistenz: Irgendwie leicht gummiartig.

Auf jeden Fall war uns der Service ein zusätzliches Trinkgeld wert.

Meine Eltern waren nicht dabei, weil sie lieber das Büffet im Windjammer Café vorziehen.

Dabei hat mein Vater eine chinesische Stewardess getroffen, die er gefragt hat, ob er sich ein Muffin mit auf die Kabine nehmen dürfte. Sie brachte ihm einen leeren Teller und meinte zu ihm, dass er sich alles mitnehmen dürfte, wozu er Lust hätte und dass es viele andere auch so machen würden und er sich deswegen keine Sorgen machen müsste...

Den Ärger bekam er dafür mit meiner Mutter. Seine Entschuldigung: er hätte doch nur das gemacht, was die Stewardess ihm gesagt hätte...

Wir mussten uns für unseren Landgang fertigmachen.

RCI verlangte für die 4-stündigen Ausflüge in Cassis oder Marseille ca. 52-54 USD.

Ein Transfer zum alten Hafen kostet 6 USD je Strecke.

Da nicht mehr Ausflüge angeboten wurden und wir aber gerne beides und auch ein wenig die Provence sehen wollten, haben wir einen Privatausflug gebucht. Kurz wir wollten von beidem etwas und haben quasi einen "Sampler" bestellt.

So gucken wir dem Treiben vom Balkon aus zu:







Im Fährhafen sieht man im Hintergrund die Kreuzfahrtfähren NAPOLEAN BONAPARTE und DANIEL CASANOVA.







Wenn man in die Stadt will:

Shuttle - Taxi (beides kostenpflichtig)

oder 1,6 km bis zum Hafeneingang fahren. An der Autobahnbrücke haben wir auf den Rampen die Haltestellen der Busse gesehen, die in die Stadt fahren.





Die üblichen Läden hatten schon auf.





Übrigens hatte ich die Diskussion zum Thema Mitnahme von Lebensmitteln und Getränken mich mal zum Selbstversuch verleitet, ob ich es schaffe eine Flasche Wasser an Bord zu schmuggeln. Wie man hier abschließend sieht. Sie hat es bis zu unserer Kabine geschafft.



Über das Internet haben wir SSK gefunden:

http://www.ssk.fr/en/ssk-dreamliner.php

Wir haben eine Tour für vier Stunden gebucht und für 9.00 Uhr das Fahrzeug bestellt. Die Kosten waren etwas höher, als wir mit RCI gefahren wären, aber mir sind bei geringen Differenzen die Privattouren lieber. Von den vier Anfragen, war er der günstigste. Ursprünglich wurde eine Anzahlung über 50% über die Kreditkarte verlangt, aber irgendwie ist das Telefax mit meinen Kreditkartendaten nicht angekommen oder was auch immer. Kurzfristig wurde bei der endgültigen Bestätigung darauf verzichtet.

Ursprünglich sollten wir einen deutschsprachigen Fahrer bekommen, der allerdings kurzfristig nicht konnte. So fuhr uns Romain, einer der beiden Chefs persönlich.

In so einem luxuriösen VW habe ich noch nie gesessen... das beste ist gerade gut genug. Wir hätten uns sogar sparen können, eigene Regenschirme mitzunehmen.

Und die räumlich nächste Parkmöglichkeit wurde immer genutzt, auch wenn sie nicht unbedingt so gesetzeskonform war.





Als Romain kurz vor 9.00 Uhr ankam haben wir ihn gefragt, ob wir umdisponieren können, so dass er uns erst mittags abholt, in der Hoffnung, dass das Wetter sich bis dahin bessert.

Er holt sofort sein Netbook heraus und meint, dass lt. Meteo France ab 12.00 Uhr der Mistralwind die Wolken vertreiben soll. Zum Glück haben wir uns nicht auf Meteo France verlassen, da der Mistral sich erst gegen 14.00 Uhr bequemte aufzutauchen.

Er überlässt es uns, ob er gegen 12.30 Uhr wieder kommen soll. Hierfür würde er lediglich die Anfahrt berechnen. Allerdings macht er uns aufmerksam, dass wir dann das Programm kürzen müssten, weil wir nicht damit rechnen können, sonst bis 16.30 Uhr wieder am Schiff zu sein.

Daher bleibt es beim sofortigen Aufbruch und es geht zur Notre-Dame-de-la-Garde, die wir ja schon vom Schiff aus sehen konnten.







Von dort oben genießen wir einen Rundum-Blick über Marseille. Übrigens ist das Château d'If, das durch den Graf von Monte Christo berühmt geworden ist.











Zum nächsten Punkt:

Palais de Longchamps.









Da es nach wie vor in Strömen regnete verzichteten wir auf Rundgänge im alten Hafen bzw. Kathedrale Nouvelle Major. Diese wurden vom Auto aus gesichtet. Fotos sind nicht entstanden, weil ich das Fenster nicht öffnen wollte.

Also wieder ein Grund eine Reise mit Marseille auszuwählen.

Auf der Autobahn geht es nach La Ciotat, um von dort aus über sog. Route de Crêtes nach Cassis zu fahren:





Romain erklärt uns, dass es die höchste Steilküste in Europa sei (362 m). Wir hatten ja irgendwie von Madeira die Erinnerung, dass sie für sich die höchste Steilküste in Europa beanspruchen mit mehr als 600 m...

Nun wir erklären uns das so: irgendwie haben ja Franzosen und Portugiesen Recht... Madeira gehört ja zu Portugal... also politisch ja... aber ist Madeira wirklich GEOGRAPHISCH auch ein Teil Europas oder nicht eher Afrikas???

Egal was richtig oder falsch ist: beide Plätze behalten wir in schöner Erinnerung. Jede auf seine eigene Weise.

Vielleicht erkennt ja auch jemand das Kreuzfahrtschiff, dass unten ankert...









In Cassis machen wir einen Stopp, um einen Kaffee (oder auch etwas anderes zu trinken).

Für uns fährt Romain durch eine gesperrte Fußgängerzone und überzeugt eine Polizistin, dass es anders wegen meines Vaters nicht ginge...





Über die Küstenstraße die uns durch die Calanque führt fahren wir zurück nach Marseille. Dort war ich überrascht, dass man dort auch eine Kopie von Michelangelos David findet.







Wegen der Verkehrslage haben wir auf der Rückfahrt den alten Hafen leider nur unterirdisch unterquert.

Übrigens für diejenigen, die noch auf die Lösung warten: Das Kreuzfahrtschiff in Cassis ist die

SEABOURN LEGEND



Zeitgleich kamen so ziemlich alle Busse zurück.

Manche wollten wissen, wozu die Spender sind.

Als ich erkläre, dass es zur Desinfektion ist und das Schiff zuvor im Golf von Mexiko war... waren auf einmal zehn Passagiere, die sich sofort die Hände desinfiziert haben. Ich konnte nicht mehr erklären, dass es eigentlich nur gegen Bakterien hilft aber nicht gegen Viren...

Da man oben im Windjammer Café Schlange stand und man eigentlich damit gerechnet hat, dass die meisten in der Stadt sind, schlagen wir vor, dass im Johnny Rockets essen. Zum Glück waren wir bereits fünf Minuten vor der Öffnung da. Denn bereits zehn Minuten nach der Öffnung haben wir festgestellt, dass noch mehr Leute auf die Idee gekommen sind und sich auch hier eine Schlange bildete.

Dank unserer Gold-Mitgliedschaft hatten wir ja jeder einen Gutschein... und da Brunos Eltern die Zuzahlung im Chops und meine Eltern im Portofino übernehmen wollten, fiel es uns nicht schwer auch "großzügig" zu sein, und die Rechnung im Johnny Rockets zu übernehmen...



Sollte man auf jeden Fall mal mitgenommen haben. Als ich im Johnny Rockets in Providence RI war, habe ich auf jeden nicht alles das erlebt, was ich heute erlebt habe...









Der Burger ist klasse und der Meinung meines Vaters nach: vor allem das Vanille Eis...



Ich hasse es, wenn ich keinen Service bekomme, ABER in diesem Fall geht das voll in Ordnung:

Die Show- und Tanzeinlagen waren einfach klasse: auf die Rhythmen der guten alten Motown-Songs....







Ich gehe mal runter zur Rezeption, um nachzufragen, ob mitlerweile die Listen mit den OBC-Empfängern da sei.

Ja - sie sei da, aber meine Kabine steht nicht auf der Liste. Man wird nochmals in Miami nachfragen.

Abends dann ein Anruf auf der VoiceMail: Miami lehnt die Gewährung des OBC ab, weil sie nicht beantragt worden sei.

Ich sofort mit Netbook runter und die Mail gezeigt...



Nun muss man sich eine Szene aus Asterix und Obelix vorstellen, wenn sich die Farbe des Gesichter ändern, wenn sie Zaubertrank getrunken haben:

Zunächst Eve...

Sie: Oh, ausgerechnet Linda Buchanan hat es abgelehnt, die Ihnen die Mail vom 16.02.2009 geschrieben hat...

Dann ich...

Sie erkennt den Ernst der Lage: Sir, was halten Sie davon, dass ich Ihnen 15.00 USD auf Ihr Internet-Konto buche und Sie fahren hoch auf Deck 8 ins Internet-Café und drucken mir die Unterlagen aus, um Ihren Anspruch nachzuweisen... Wir könnten es dann einscannen und dann bekommen wir bestimmt ganz schnell eine Antwort...

Wer hat schon seinen Aktienkaufbeleg dabei, wenn man zuvor eine Bestätigungsmail bekommen hat???

Überhaupt Internet...

In der Kabine gibt es zwar eine LAN-Buchse und ich habe ein Kabel, aber es ist nicht aktiviert.

Einer der Coupons ist ein 5 USD Internet-Gutschein, den man an der Rezeption jedoch einlösen muss, bevor man sich registriert hat.

D. h. bevor man überhaupt ins Netz kommt, muss man zuvor ins Internet Café und dort sich als User registrieren, auch wenn man sein eigenes Notebook nutzen will.

Dann fängt man an und erfährt, dass man zu 55 Cent/Minute (abgerechnet im 15-Sekunden-Takt surfen kann).

Ich wollte allerdings eine längere Sitzung machen, weil ich Bilder übertragen wollte. Es gab aber keine Option, wie man nun die Minuten-Pakete kauft. Auf anderen Schiffen gibt es Mitarbeiter, die stundenweise im Internet-Café sitzen und für Fragen zur Verfügung stehen, auf diesem Schiff nicht. Also runter wieder zur Rezeption. Dort hieß es, dass erst die 5 USD absurfen müsste, bevor ich ein Paket kaufen kann.

Nun meldet sich das Kerlchen leider nicht, wenn die 5 USD abgesurft sind, so dass man zunächst fleißig für 55 Cent/Minute weitersurft.

Erst wenn man die Leitung trennt und sich dann erneut anmeldet, bekommt man die Zeitoptionen zum Kauf angeboten:



Auf dem Bildschirm sind es aber immer etwas weniger Minuten, als in den Prospekten, die auf dem Schiff verteilt werden.

Als meine 15.00 USD gutgeschrieben werden, war ich ja schon Besitzer eines 118-Minuten-Paketes... (lt. Prospekt 120 Minuten...) - die wurden allerdings zum Preis von 37 Cent/Min. abgerechnet.

D. h. alle Gutschriften werden zu dem Minutenpreis gutgeschrieben, d. h. meine 5 USD hätte ich auch für 37 Cent/Minute verbrauchen können, wenn ich mich blöd angestellt hätte, und zunächst mich registriert und das Minutenpaket gekauft hätte...

Weiß ich nun alles besser... falls es ein nächstes Mal gibt... man sollte die Systeme mit ihren eigenen Waffen schlagen... aber bis dahin haben sie sich bestimmt etwas neues ausgedacht...

Übrigens: weil ftp-Protokolle von der Firewall geblockt werden, gab es nicht mehr Beiträge zum Blog, solange ich an Bord war. Bilder hochladen über http dauert einfach länger und kostet somit mehr...

Bis jetzt haben wir es immer noch nicht geschafft, alles auf dem Schiff zu sehen...







Im Übrigen lohnt es sich seinen Anzug bzw. Smoking mitzubringen. Wie schon damals auf der JEWEL OF THE SEAS:

Die tollsten Fotografen auf der See, die sehr auf Details achten.

Insgesamt haben wir zwölf Fotos gekauft. Vor allem waren wir sehr froh, dass nun doch mal professionelle Fotos von unseren Eltern und uns mal haben. Wieviele Gelegenheiten werden sich noch ergeben, dass solche gemeinsamen Bilder in so einem Rahmen entstehen?

In der Kabine fällt noch die Türöffnung auf...

Die Farbe platzt ab...





... und schon habe ich den Griff innen in der Hand... zwei Tage später lag er auch mal irgendwann auf dem Boden... aber soweit war es mir egal, wenn es von RCI bisher auch keiner bemerkt hat.

Ich hatte übrigens im Fahrstuhl Hoteldirektor Antonio angesprochen und ihn gefragt, ob sich durch Kosteneinsparungen das Verhältnis Kabinenstewards zu Kabinen geändert hätte und sich dadurch vielleicht der Standard etwas nach unten verschoben hätte.

Er verneint dieses. Ein ähnliches Gespräch, das ich mal mit einem NCL-Hoteldirektor geführt hatte, führte dazu, dass sofort der Block gezückt wurde und weiter nachgefragt wurde.

Ich hatte dann eben erwähnt, dass mir so ein paar Kleinigkeiten in der Kabine aufgefallen wären, und ich mir versucht hätte, selbst eine Erklärung zu finden, warum sich manches eben nicht zum Positiven entwickelt haben. Meinen Namen und meine Kabinennummer habe ich in diesem Gespräch nicht genannt, weil ich für mich herauskriegen wollte, ob das nun Standard sei, den ich akzeptieren müsste.

Wir kommen auf die Schokolade zu sprechen... Neben den Kostengründen spielt wohl Umweltschutz eine Rolle. Die Schokolade hat wohl kaum einer angerührt und man dürfe sie weder zu Mousse au Chocolat verarbeiten noch ein weiteres Mal in der Kabine auslegen... Save the waves...

Da stellt sich natürlich bei mir die Frage: war die Schokolade so schlecht, dass sie keiner mochte - man hätte es ja auch mit einer besseren Schokolade versuchen können, ob die von den Passagieren angenommen und vernascht wird... aber Umweltschutz ist immer ein guter Vorwand um Kosten zu sparen... Save the waves...

Über unser Handtuchtier freuen wir uns wieder...



Wie bereits beschrieben: um 14.00 Uhr kam dann auch der Mistral, der für die Auflockerung sorgte. Nur da waren fast alle schon wieder an Bord...





... und so sagen wir gerne Au Revoir Marseille, weil wir noch viel zu entdecken haben...

Was folgt ist ein stressiger Abend...

Es ist Gala-Nacht, aber das wussten wir schon, weil Patrick das im Vorfelde für uns schon herausbekommen hat.

Für uns bedeutet das:

Ab in den Smoking...

Eisshow... lt. der chinesischen Stewardess sollten wir mindestens 30 Minuten vorher da sein... Stand nicht irgendwo in den Foren etwas von Tickets, die ausgegeben werden???

Fotografieren

Kapitänsempfang

Gala-Dinner

70-er Parade

Show.

Das ist ja schon fast Stress, wie in der Firma...

Fangen wir mit der Eisshow an:

Über Laufband wurde angezeigt, dass das Fotografieren mit Blitz verboten sei. Es gibt immer ein paar, die es ignorieren...



oben mit Blitz...

unten ohne Blitz...





Der Einstieg fing mit Johann Sebastian Bach an... und traf voll den Geschmack von jemandem, der anlässlich des Bach-Jahres aus "Herz und Mund und Tat und Leben" live im Chor in der Kirche mitgesungen hat: und zwar meinen. Bach auf Schlittschuhen... eine schöne neue Erfahrung... und ein erstklassiger Einstieg...









Und dann kam Fred Astairs: "Cheek to Cheek" und "Top Hat"... Ich kam mir vor, wie bei der diesjährigen Oscar-Verleihung... Vielleicht kommt ja noch der Sexiest Man Alive Hugh Jackman auch noch mit in die Show...





Es war eine typische Kreuzfahrt One-Size-Fits-All-Show mit denen alle Zielgruppen vom Alter, Geschmack und Herkunftsländern bedient werden mussten.

So kamen jetzt mit der Eishockey-Szene eher die Fans etwas moderner Musik zu Zuge.

Im Zuge von vergleichender Werbung, wie z. B. Coca Cola gegen Pepsi Cola, war ich nur verwundert, dass sie nicht gegen Carnival oder NCL angetreten sind...









Hierbei fühlte sich natürlich das spanische Publikum sauwohl... als ihre Anwesenheit an Bord geehrt wurde...





Das war eigentlich der Moment, in dem ich dachte... eine kleine Pause für meine Akkus ganz sinnvoll wäre... Wer will den schon eine Hola-Hoop-Reifen-Show sehen, aber ich glaube die Bilder sprechen für sich... denn am Ende der Show musste ich mir zunächst neue Akkus aus der Kabine holen...







Wie machte Hans Rosenthal früher bei Dalli-Dalli... Und Sie sind der Meinung: Das war Spitze!!!













Und an dieser Stelle sollten wohl die Deutschen geehrt werden...

aber es wurden die Österreicher:

mit Rock me Amadeus und Der Kommissar...













Die Frage, die sich an dieser stellt: Macht es noch einen Sinn in die Show zu gehen, oder wird man dann nach dem Höhepunkt des Tages nur noch enttäuscht???

Weiter ging es zum Kapitänsempfang... wer nicht wollte brauchte nicht. Sekt gab es überall auf dem Schiff kostenlos...







Morgens habe ich während der Sprechzeiten versucht einen Tisch für 20.30 Uhr zu reservieren.

Die Antwort des Maîtres: Sie sind doch gar nicht für das My Time Dining angemeldet...

Grrr... Patrick hat mich doch angemeldet... d. h. also mein Geld für die Servicegebühren, die ich ja als Voraussetzung für die Teilnahme im Voraus entrichten muss, werden sofort mit den Kreuzfahrtkosten eingezogen, aber die Gegenleistung wird nicht erbracht...

Ich soll doch bitte dieses Formular ausfüllen... Dieses Formular war die Erklärung, dass sie die Servicegebühren meinem Schiffskonto belasten dürfen...

NEIN - dürft ihr nicht, weil schon alles längst bezahlt ist...

Ich soll ihm meine Karte geben, damit er neues Label auf die Karte machen kann... O.K..

Ich soll die anderen fünf Karten einsammeln, damit er die Labels auf die Karten der anderen machen kann.

Spätestens jetzt ist der Bogen überspannt... Auf jeden Fall erkennt er den Ernst der Lage und gibt mir die fünf Stickers, damit ich selbst die Sticker drauf machen kann, wenn ich den Rest meiner Gruppe wiederfinden sollte.

Die Steuerbord Seite des Restaurants auf Deck 5 ist für den My Time Dining reserviert.

Um 20.30 Uhr tauchen wir auf. Die 1. Sitzung ist auf der Backbord-Seite im Aufbruch und es sind nur sehr wenige Tische besetzt.

Wir bekommen einen schönen 6-er-Tisch direkt am Geländer und könnten so den Gästen auf Deck 4 und Deck 5 beim Essen zugucken.

Es fängt schon mal mit einem leckeren Odenwälder Bauernbrot an... schmeckte zumindest fast wie zu Hause...



Wir hatten einen netten charmanten türkischen Hilfskellner, dem man so ziemlich alles verziehen hätte... Mit dem Lausbubenlächeln...

Kommen wir nun zur Vorspeise: Schnecken...



Das Bild oben stammt von der CENTURY und das Bild unten von der MSC FANTASIA...





Das Bild oben stammt von der CARNIVAL FASCINATION...

... und das Bild unten vom Gala-Dinner auf der NAVIGATOR OF THE SEAS...



Wir bekamen weder Gabeln noch Brotstreifen, um es in die Kräuterbutter tunken zu können.

Kleinere Gabeln haben wir angefragt: Die Antwort unseres Kellners: wir sollen doch bitte die Dessertgabeln verwenden...

Die Eskapaden des Kellners gingen eigentlich soweit, dass ich mich gerne als überperfektionistisch beschimpfen lasse, aber ich lege Wert darauf, dass wenn wir mit unseren Eltern unterwegs sind:

unsere Mütter als erste,
unsere Väter als zweite,
und wir selbst zuletzt

bedient werden. Wenn jemand also keinen Wert auf solche Umgangsformen Wert legt und daher mich als überperfektionistisch bezeichnen, dann trage ich gerne diesen Titel.

Wenn ich in einem Dorfgasthaus im Odenwald bin, habe ich damit kein Problem: auf einem 4*-Schiff kann ich wohl erwarten, dass solche Minimal-Kenntnisse, was Knigge betrifft, vorhanden sind. Unser Hilfskellner hat die Kenntnisse ja gehabt... daher gab es an diesem Abend auch nur Trinkgeld für ihn...







Alle hatten von uns Vorspeise, Salatgang und Suppe.

Daher war es für mich vollkommen unverständlich, dass dann die Suppe schon serviert wurde, obwohl

1. meine Eltern ihre Vorspeise noch nicht zu Ende gegessen haben
2. und auch Suppe hatten.



An dieser Stelle habe ich dann eingegriffen und unserem Kellner erklärt, dass ich gerne möchte, dass erst dann abräumt, wenn alle mit dem Gang fertig sind. Das stieß auf komplettes Unverständnis.

Den Rest des Abends wurden wir dann von ihm boykottiert und eigentlich nur noch von unserem Hilfskellner bedient. Zuvor hat er wohl aber die Anweisung erhalten, uns absichtlich etwas warten zu lassen.







Nebenbei erwähnt: an dem Essen gab es ansonsten nichts zu beanstanden. Meine Ente war einfach nur klasse. Hummer gab es nicht.

Es fällt jedoch auf, dass ausgesprochen wenig Fisch angeboten wird.

Gegen 21.15 Uhr werden dann alle anderen Tische plötzlich besetzt. Das ist ausgerechnet der Beginn der regulären 2. Tischzeit, was auch erklären würde, dass die Fotografen auftauchen. Nur mit leeren Tellern, wollten wir uns nicht mehr fotografieren lassen.

Im Grunde genommen vermute ich mal, dass unser Kellner auf seine Art versucht hat, uns "gut" zu bedienen, damit wir bis 21.15 Uhr fertig sind, bevor die große Meute zur 2. Tischzeit kommt... Aber wir sind nicht der Speed-Dinner-Express von der MSC FANTASIA, der in 30 Minuten fertig sein wollte.

Die Tische werden in 2-Stunden-Lots "verkauft". D. h. da letzter Einlass bei uns um 22.00 Uhr gewesen wäre, hätte man nach uns eigentlich keine Reservierung mehr haben dürfen, daher haben wir die Eile nicht verstanden.

Vielleicht ist es auch das mangelnde Verständnis durch mangelnde Kommunikation, dass My Time Dining sich nicht unbedingt negativ auf das Einkommen auswirkt. Wir können ja unsere Servicegebühren nicht streichen lassen. Wäre das zur festen Tischzeit passiert, wäre es ja möglich gewesen, dass wir streichen. Wahrscheinlich geht er auch davon aus, dass er uns nicht wiedersieht und daher der Kellner am letzten Tag alles einstreicht...



Was ebenfalls positiv: wir hatten die Desserts damals auf der JEWEL OF THE SEAS extrem amerikanisch süß in Erinnerung, so dass wir meistens nach einem Biss nicht mehr mochten, aber jetzt war fast alles perfekt...







Nach dem Essen ging es mal wieder durch die Royal Promenade...

Diesem Objekt von der Decke hätten wir stundenlang zugucken können...





Da wir den Eindruck hatten, dass man auf unseren Tisch wartete, nahmen wir im Promenaden Café unseren Kaffee ein. Meine Eltern verabschieden sich, weil ihnen das doch zu spät wird.

Dort gucken wir den Animationen und Carnivals-treiben - sorry Karnevalstreiben zu: es werden wie beim Rosenmontagsumzug kleine Geschenke von der Brücke geworfen...



Wenn wir dreist wären, würden wir über die Treppe rechts und durch die Türen durch direkt in unsere Kabine gelangen...







Ab ins Theater...

Die nachfolgende Worte müsste man eigentlich auch mal in Deutsch projezieren... Heute abend stellt es wohl kein Problem dar... 23.30 Uhr ist der Showbeginn.





Damit auch die Anhänger von "child-free" bzw. "adults-only"-Kreuzfahrten sehen, dass Ihnen RCI bei Ihren Bedürfnissen etwas entgegen kommt und auch bei Kindern Limits gesetzt werden...





Ansagen gab es leider nur auf Spanisch und Englisch...

Wow... noch ein Live-Orchester...





Hübsch anzusehen... aber ich kannte die Lieder nicht...





Hier vermute ich mal, dass es Szenen aus "The Producer" sind...







Hier wäre ich dann beinahe gegangen... aber dann kamen die Dreamgirls...











Schade, dass nicht noch "And I am telling you" kam... das wäre überperfekt für mich...

Das nächste war wieder nichts für mich, so dass ich kurz davor war entweder einzuschlafen oder zu gehen... Bis dahin war ich nämlich mitlerweile alleine von unserer Gruppe...







und dann kamen die berühmten Posaunen-Töne...

"The minute you walked in the joint...





"Mr. Bojangles"... ja damals Sammy Davis Jr...

und die Kostüme sagen doch alles... oder...







... und damit alle mitsingen konnten: die Texte wurden Karaoke-mäßig eingeblendet. Einfach nur klasse!!!





... und wieder wie bei der Oscar-Verleihung 2009 mit Hugh Jackman, Beyonce Knowles, Zac Efron/Vanessa Hudgens (beide aus High School Musical) und Dominic Cooper/Amanda Seyfield (beide aus Mamma Mia): ein toller Tribut an Mamma Mia...



In diesem Sinne:

Gute Nacht und "Thank you for the music"...

HeinBloed

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