2007-07-07

BLACK PRINCE: Reisebericht 07.-09.07.2007 Greenock - Belfast - Liverpool (Original Travel Report in German only)

Sorry - but my first travel reports were only published in German. Therefore please use a translator service like with Google to get a rough idea what I wrote then. Thanks for understanding.


HeinBloeds Bildergeschichte einer Kreuzfahrt


Vorwort


Es wurde ein Geburtstagsgeschenk gesucht! Da man es ja nicht übertreiben will, kam der Preis von 99 GBP (= ca. 150 EUR) einem schon sehr entgegen. Die Vorstellung mit einem Schiff zu verreisen, das kein anderer im Forum kennt, war äußerst reizvoll. Vor allem fand ich die norwegisch-britische Kombination unheimlich interessant. Die Briten gelten nun einmal in Europa als die Kreuzfahrtnation und das wollte ich gerne selbst erleben. Vor allem wollte ich sehen, warum ein Schiff nur 2*+ hat und wie Schiffe sind, die noch älter
als die LILI MARLEEN sind. Immerhin ich bin Jahrgang 1966, genauso wie das Schiff. Sind das gute Voraussetzungen für eine Kreuzfahrt. Da ich neben früher gesegelt bin, fand ich natürlich die bordeigene Marina äußerst verlockend. Ich kann aber schon vorab mitteilen: es war nicht warm genug, um sie in Belfast in Betrieb zu nehmen…

Die Buchung erfolgte schon sehr früh: September 2006 bei Inter-Connect-Marketing als Agent der Fred Olsen Cruise Lines. Frau Dierken, die jetzt wohl bei TUI Cruises ist, hat die Betreuung übernommen und sich wirklich toll ins Zeug gelegt, um mir Informationen und die DVD zu beschaffen. Sollte sie die Zeilen doch noch lesen: Ihr Erfolg!!!

Dennoch war irgendwie die Ausgangslage nicht besonders toll:
Eine Woche vor Abfahrt war der Anschlag mit dem Jeep am Flughafen Glasgow.
Frau G. vom Reisebüro C. aus D. meinte schon, dass mir die Reise nicht gefallenwird, damit ich storniere und bei ihr eine Silversea-Reise buche.
British Airways hat unsere Flüge nach Glasgow an Flybe verkauft, die einfach den Abschnitt Birmingham – Glasgow ersatzlos gestrichen haben.
4 Uhr morgens ging der Wecker. Der Inter-Check-In war schon erledigt und in Frankfurt stellten wir fest, dass British Airways kurzerhand den Schalter für die Abgabe des selbsteingecheckten Gepäckes kurzerhand geschlossen hat, weil man sich außer Lage sah, angesichts des Fluggastaufkommens zum Ferienbeginn in Hessen, die Menschenmassen abzufertigen, die man ja eigentlich aus den Buchungszahlen her kennt… Das war einfach ärgerlich, wenn man davon ausgeht, dass man als selbst-eincheckter Fluggast direkt an der Schlange vorbeikommt und nun doch eine Stunde warten muss. Vom Personal, dass aus dem Rahmen fiel, war eigentlich bloß das BA-Check-in-Personal und hinterher nochmals in Greenock ein Sicherheitsmann. Ansonsten habe es auf der Rest der Reise nichts zu beanstanden, was das Personal betraf und das gehört ja noch nicht einmal zur Crew auf dem Schiff…

An Bord lief sowohl bis als auch ab London alles toll. Es gab etwas zu essen, sogar ein warmes englisches Frühstück von London nach Glasgow. Die Crew an Bord ist „great“. Wir lernen aber schon auf dem Weg nach Glasgow: „Great“ ist nur „Great Britain“ – alles andere is „lovely“.

Also…

… unsere Cruise ist lovely,
… unsere Crew ist lovely,
… unser Essen ist lovely,
… unsere Unterhaltung ist lovely,
… unser Schiff ist lovely,
… unsere Landschaft ist lovely,

… kurz um:

Alles ist lovely.

Ich denke an die OPEL-Werbung und den Song von Bill Whithers LOVELY DAY… und ich fühle mich einfach gut!

Und wenn ich noch weiter abkürzen will???

Dann nehme ich mir dieses Foto



Dear Sir: if you ever have a chance to see this photo and to agree to be here on this review: please inform me accordingly. But your face is a MUST! Your expression in your face reflects the whole cruise: just happiness and satisfaction. Thank you for allowing me using your photo – if you see it and do not claim.

Schaut euch diesen Mann an!

Sein Gesichtsausdruck spiegelt als Ergebnis das aus, was die Cruise uns bedeutet hat.

Auch sein Kilt stand für die unbeklemmte Bekanntschaft mit neuen Kulturen.

Eigentlich könnte man wirklich an dieser Stelle aufhören, weiterzuschreiben: Ich zumindest: ich könnte stundenlang in sein Lächeln schauen. Es drückt einfach alles aus, wie ich diese Cruise erlebt habe.

Aber gehen wir wieder zurück und lassen euch doch noch im Detail an der Kreuzfahrt teilhaben.

Die Ankunft in Glasgow geht glatt. Alles normalisiert sich. Mit dem Bus wird man sogar wieder vor dem Terminal abgeholt.

Mit dem Bus 905 für 3,80 GBP geht es zum Bahnhof Glasgow Central Station. Dort schließen wir unser Gepäck ein und werden gleichzeitig Teilhaber der Gepäckaufbewahrung: 5,50 GBP pro Stück * Tag.

Wir sehen uns ein wenig Glasgow in 2 ½ Stunden an und genießen zum ersten Mal einen echten Afternoon Tea in einem Tea Room.

Unseren Bus-Shuttle zum Cruise-Terminal soll um 15.30 Uhr abfahren und wir so ziemlich die letzten, die eintreffen. Es fehlen aber noch weitere 9 Cruiser. Die Rückfrage ergibt, dass sie bereits in Greenock sind. Weil das Check-in um 16.00 Uhr „offiziell“ zumacht und die Fahrt aber min. 45 Minuten dauert, haben sie Panik bekommen und sind auf eigene Faust los. Was sie nicht wussten: um 16.00 Uhr wurde nur der Check-in für Anreisen auf eigene Faust geschlossen. Die Shuttle-Reisende wollte man bewusst trennen. Im Bus gibt es deswegen Aufregung, weil andere die ebenfalls irritiert deswegen waren, bei Fred Olsen anriefen, und die wohl aus Panik die Antwort gegeben haben, dass der Bus schon um 14.30 Uhr abfahren würde… Als natürlich um 14.30 Uhr kein Bus da war, war die Panik verständlich. Wir teilten die gleichen Sorgen, aber Frau Seifert von Inter-Connect-Marketing hat das für uns geklärt und teilte uns mit, dass der Bus auf jeden Fall um 15.30 Uhr abfahren würde und das Schiff keinesfalls ohne uns abfährt. Nun es könnten Kappenrentner gewesen sein – also gibt es sie auch in Großbritannien und nicht nur in Deutschland. Ist der ältere Herr, der eine back-to-back-Cruise gebucht hat und am Morgen der Ausschiffung die Rezeption damit nervt, dass die Ausflugstickets des 2. Teils seiner Kreuzfahrt noch nicht in der Kabine sind, während andere für ihre Schlussabrechnung anstehen, nicht doch ein Kappenrentner? Aber er spricht doch gar kein Deutsch – klingt nach englischem Akzent! Mein zweiter und letzter Fall von anderen Mit-Passagieren, die auffällig sich verhalten. Andere sind mir nicht aufgefallen: Ist doch gar so schlecht die Quote – oder???

Wir kommen gegen 16.15 Uhr an und was wir dann erleben is „lovely“. Ich wünschte jemand von COSTA wäre dabei gewesen…

Die ersten wollen ihr Gepäck aus dem Kofferraum des Busses holen und werden vom Fahrer daran gehindert. Sie werden direkt zum Check-in geschickt und darauf vertröstet, dass sie ihr Gepäck erst in Kabine wieder sehen…



Das war der allererste Anblick der BLACK PRINCE. Hinter einem Hapag-Lloyd Container eingepfercht…

So klein… ist sie wirklich nicht größer… Ist sie nicht doch zu klein, wenn man an die JEWEL OF THE SEAS zurückdenkt…

Was habe ich bloß getan???



Das geht „heiter“ weiter: wir werden in eine Halle geführt, in dem Papier gelagert wird. Alles wirkt wie in Hamburg bei der COSTA CLASSICAEinschiffung.

Und es geht links um die Ecke…



… und aha! Es geht also auch anders… auch wenn man improvisieren muss.



Sogar eine klare Wegführung kann man improvisieren, so dass jeder Gast weiss, wohin er muss.

Wegen Noro-Virus-Gefahr müssen alle Gäste zusätzlich einen Fragebogen über ihren Gesundheitszustand ausfüllen.

Der Sicherheitschef weist uns direkt zum Schiff. Dass wir am Kai herumlaufen, um das Schiff in ganzer Länge zu fotografieren, wird uns leider nicht gestattet.

Er war dann aber auch in der Tat der letzte, der unfreundlicher war – unfreundlich war eigentlich nicht – nur wenig Verständnis für Shipspotter und eben sehr bestimmt.

Dann kam endlich der 1. vollständige Anblick…



… Ist das etwa Kunst oder gar doch Rost und es wird noch schlimmer als erwartet und prophezeit…

Nun wir denken, dass es Kunst ist und ganz offen gesprochen: In der Größe haben wir haben wir keinen Rost mehr an Bord wahrgenommen. Aber wenn man den Rest sieht, war es auch ziemlich egal…



Das Schiff stellt sich uns selbst vor. So wissen wir schnell, mit wem wir es zu tun haben…

Nur das Alter der BLACK PRINCE wird irgendwie verschwiegen…



Auch wenn sie es nicht zugeben will: Jahrgang 1966. Ein guter Jahrgang – so wie ich!



An Bord werden wir mit Handschlag vom Gentleman Host begrüßt und willkommen geheißen. Man zeigt uns den Weg zu unserer Kabine, aber bei dem kleinen Schiff kann man nicht allzu viel verkehrt machen.

617 ist eine Innenkabine, die diesen ersten Eindruck hinterlässt.



Es ist alles sehr gut in Schuss! Auch beim Teppichboden wirkt kaum abgenutzt. Die Farben entsprechen vielleicht nicht mehr den Erkenntnissen der neuesten Farbpsychologie, aber es ist eine Kabine mit viel viel Platz zum Verstauen. Die Schränke über dem Bett sind endlos befüllbar. Bügel im Kleiderschrank gibt es in Hülle und Fülle. Nur Telefon und Minibar fehlen. Dafür gibt es einen Serviceknopf!!!



Und wenn das Sofa für die Nacht fertig bezogen wurde, hatte man nicht den Eindruck, dass es ein Sofa war. Zum Sitzen war es ein wenig zu „abgelutscht“. Aber als aufgeklapptes Bett fand ich es sogar besser als das echte Bett und bei mir war der Klingelknopf für unsere „Perle“ Norie aus Thailand, die mich wegen des Lanyards für einen Reisejournalisten hielt… und zunächst irrtiert war, als sie mich sah und sich vorstellte. Und zwei Kissen: Total Klasse!!!



Der Fernseher hatte zwar bloß sechs Programme, davon zwei echte TV-Programme, zwei Kino-Programme und zwei Bordprogramme mit denen man die Aus- und Einfahrten und alternativ die Lounge-Shows verfolgen kann.



Im Bad fällt uns bananenboot ein, der sicherlich gerne hier mal ein Angebot unterbreiten würde, um sich die Aufträge zur Badrenovierung zu sichern. Es ist halt alles alt, aber es funktioniert alles und absolut sauber. Und der Vorhang geht sogar bis zum Boden, so dass man auf ihm stehen kann, statt mit ihm zu „kämpfen“. Neu sind die Armaturen von GROHE und die Kloschüssel von Villeroy und Boch. Auch der WC-Sitz ist West-Hart-Plastik!



Leider nicht im Bild festgehalten: GROHE Armaturen aber kein GROHE Duschkopf. Ich werde mal bananenboot überreden mir für meine nächste Kreuzfahrt auf der BLACK PRINCE seine Musterkoffersammlung einmal auszuleihen… und sehr positiv: Das beste ist gerade gut genug: MOLTON BROWN Duschgel gibt es in Deutschland z. B. im Inter-Continental in Köln… Was für ein Luxus.



Und ein Zauber-Spiegelschrank, in dem man wirklich alles unterbekommt und der so gestaltet ist, dass die Türen nicht bei jedem kleinen Seegang sich bewegen. Auch Duschhauben befinden sich darin.

Mit der Kabine sind wir zufrieden. Schade, dass es keine Innenkabinen mit Fenster an Bord gibt…

Die Seenotrettungsübung wird kurzerhand um 15 Minuten verschoben, weil noch ein Bus mit 20 Passagieren aus Liverpool fehlt. So professionell die Nicht-Teilnehmer öffentlich auszurufen, hat es bislang noch keiner gemacht…

Bis zur Ausfahrt haben wir noch ein wenig Zeit uns auf dem Schiff umzusehen:



Ein gemütliches Plätzchen, um das Leben bei der Ausfahrt live zu verfolgen und bei der Gelegenheit Capt. Thomassen zu bitten im Douglas-Ward-Führer zu unterschreiben und auch ein paar Worte zu wechseln.



Die Figur, die als Schiffslogo verwendet wird und in allen Speisekarten usw. als Silhouette eingedruckt ist.



Schöne Deckflächen und ein schöner Poolbereich!



Auch auf kleinen Schiffen gibt es Klettermöglichkeiten.



Überall wurde auch frisch gestrichen…

Und die Eindrücke innen???



Eine gemütlich eingerichtete Bibliothek…



… mit den gemütlichsten drei Sesseln auf dem ganzen Schiff mit dem schönsten Ausblick, obwohl man eigentlich dort liest…

Ein Internet-Café findet man leider an Bord vergeblich…

Schiffs-GSM-Netz ist jedoch verfügbar.



… unheimlich schön und geschmackvoll und vor allem maritim eingerichtet. Dieses Schiff hat in 41 Jahren so viele Wappen anlässlich der Erstanläufe gesammelt, das geht gar nicht auf eine Wand. Die findet über das ganze Schiff verteilt.



Auf den meisten Schiffen findet man die Bilder der Schiffsführung – auf diesem Schiff auch die Bilder der gesamten Crew. Das macht für mich das ganze Schiff sehr sympatisch.



Ein kleines Bügelzimmer…



Das Riesen-Spielcasino…



Die Fotowand… mit schönen Sitzmöglichkeiten, ohne dass man da etwas trinken muss…



Für die ganz „Faulen“ ein historischer Fahrstuhl…



… und für die ganz „Aktiven“ ein kleines schön ausgestattetes Fitness-Studio…



Eine 1-Loch-Minigolf-Anlage…



Ein kleiner Innenpool und eine TT-Platte…



… mit einem liebevoll gestalteten Zugang!



Das vermutet man wohl nicht, was alles in diesem Schiff steckt…



… und schade, dass die Außen-Marina nicht in Belfast ausgefahren wurde… Das wäre der Ausgang…

Die Restaurants und die Lounges stelle ich später im Zusammenhang mit der Unterhaltung und dem Essen vor.



Das wäre übrigens mein persönliches Souvenir geworden, wenn es nach mir gegangen wäre… Leider wurde meine Nachfrage, ob ich es mitnehmen dürfte, der einzige Fall, bei dem die Crew „Nein“ sagte…

Gerüchteweise soll am Tag der Ausschiffung, der Sicherheitsoffizier daneben gestanden haben, bis dass ich das Schiff verlassen habe…



Das ist die Shopping-Mall – mit zwei Shops und da war auch schon die größte Enttäuschung meiner ganzen Kreuzfahrt:

Ein Polo-Shirt in schwarz in meiner Größe war leider ausverkauft. Wie versprochen hat man gerne den ganzen Bestand aus dem Lager geschafft, um nochmals in meiner Anwesenheit anzusehen. Hoffentlich ist eines da, wenn wir im April wieder mit ihr unterwegs sind.

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit wird nicht mehr alles so chronologisch herunter geschrieben. Aber das hängt wohl damit zusammen, dass ich jetzt im Flugzeug sitze und gerade über Glasgow fliege und mich versuche zu erinnern. Die Erinnerungen kommen sehr schnell wieder, weil ich es endlich geschafft hatte, die erste Kreuzfahrt zu genießen, ohne an das Schreiben zu denken.

Deswegen wird als nächstes der Block Restaurant, Essen und Crew abgehandelt.

Auf dem Schiff gibt es zwei Hauptrestaurants und zusätzlich ein SB-Restaurant für morgens und mittags.

Man darf sich als Gast aussuchen, ob man lieber im Royal Gardener oder Fleur de Lys isst. Im Fragebogen wird extra darauf hingewiesen, dass beide Restaurant das identische Angebot haben und sich nur in der Größe, Lage und im Innendekor unterscheiden. Aufgrund der guten Erfahrungen auf der LILI MARLEEN haben wir einen 6-er Tisch bestellt.

Leider haben wir einen großen Fehler gemacht: Wir haben die 1. Tischzeit bestellt, aber 20.30 Uhr für die 2. Tischzeit wäre in Deutschland bereits 21.30 Uhr – das fanden wir reichlich spät. Dadurch konnten wir leider die schöne Ausfahrt bis zur offenen See ab Greenock nicht sehen.

Andererseits stellte sich das gar nicht mal als großer Fehler heraus, denn wir hatten dann unsere Tischnachbarn kennengelernt, die alle äußerst „lovely“ waren.

Margaret und Ella sind zwei ältere Damen aus Schottland, die das Leben genießen. Sie kennen wohl jedes Schiff der Fred Olsen-Flotte, aber sie kommen immer wieder gerne auf die BLACK PRINCE, was wir später sehr gut verstehen konnten. Sie haben die Einklassigkeit der Fred Olsen-Schiffe gelobt, dass eben alles einklassig ist. Aber eigentlich stimmt es nicht: Man muss wohl sagen: Erstklassigkeit für alle! Der Clou kommt jedoch, als wir uns verabschieden und die Anschriften austauschen. Margeret darf „MBE“ im Namen führen, d. h. sie ist „Member of the Orden of the British Empire“. Sie hätte den Anspruch gehabt von uns als Lady Magaret angesprochen zu werden, aber sie hat mit der Vorstellung, dass sie Margeret hieße, doch bewusst eine Nähe geschaffen, die uns den Umgang mit ihr erleichtert hat.

Agnes und John sind ebenfalls aus Schottland. Er ist gerade in den Ruhestand gegangen, obwohl man es ihm nicht ansehen würde. Ihr nächster Plan ist eine Weltreise auf der VAN GOGH. Ihr Staunen war nicht schlecht, als ich nachfragte, ob sie eigentlich auf der ATHENA gebucht waren und ihnen erklären konnte, wer hinter der ATHENA steckte. Auch sie bedauern sehr, dass das Schiff nicht mehr für Travelscope fährt.

Wie jedes gute Gespräch in Großbritannien, beginnt man mit dem Thema Wetter.

Als sie erfahren, dass wir zum ersten Mal in Schottland sind, fängt man uns sofort an zu erklären, welche Inseln wir gerade passieren. Als wir dann um Konversation zu betreiben, auf das Thema Haggies wechseln und sie erfahren, dass wir es noch nicht kennen, will Ella schon den Maître rufen, um nachzufragen, ob man uns das nicht zubereiten könne. Was uns positiv auffällt: Jeder bekommt erst mal Eiswasser. Nicht wie bei RCCL, dass man explizit danach fragen muss – nicht wie bei COSTA, dass man erstmal stundenlang verdurstet.

Wir stellen fest, dass wir einzigen Unbekannten am Tisch sind. Agnes und John bekommen sehr schnell den Wein, den sie sonst auch immer bestellen – das gleiche gilt für Margaret und Ella. Ansonsten fallen wir eben auf, weil wir alkoholfrei bestellen. Als wir zwei Pepsi Light bestellen, erhalten wir zum Erstaunen die kleinen Flugzeugdosen mit 150 ml, aber wir erhalten auch nur einen Beleg über 1.00 GBP (= ca. 1,50 EUR). Uns wird erklärt, dass die Weinlisten schon vor dem Restaurant ausliegen, damit man vor der Tischzeit bestellen kann. So steht der Wein bereits fertig präpariert am Tisch, wenn man zum Essen kommt. Auch sehr angenehm. Dass Reste für das nächste Abendessen deponiert werden, versteht sich von selbst.

Die Crew ist äußerst herzlich und setzt sich aus Philippinen zusammen. Beim Eingang wird keiner ohne Handdesinfektion hereingelassen. Oscar ist Senior Waiter und unser Kellner. Er stellt sich in einer ruhigen Minute kurz vor dem Ende des Essens nochmals vor. An uns wendet er sich mit den Worten, dass wir wohl zum ersten Mal Gast bei Fred Olsen seien. Man bedauere es sehr, dass wir keine längere Gelegenheit haben, uns zu verwöhnen und bittet ausdrücklich darum, dass wir bitte sofort sie ansprechen, wenn uns etwas nicht gefällt. Jonathan ist der Hilfskellner. Auch ein sehr netter Kerl.

Da wir neu sind, sprechen wir die anderen an, wie es mit den Trinkgeldern läuft. Wir werden aufgeklärt, dass man hier dem Hauptkellner alles übergibt, der dann dem Hilfskellner etwas abgibt. Uns hat das Team aber so überzeugt, dass wir beschließen, dass Oscar seinen Teil, den er teilen müsste für sich behalten darf und Jonathan etwas eigenes bekommt. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, vermerken wir es später auf dem Umschlag, die an der Rezeption ausliegen. Der Maître bekommt nichts. Die Rezeption bei der wir nachfragen, meint, dass er sein eigenes Gehalt hat, mit dem er auskommen muss…



Links ist Oscar und der 2. von rechts ist Jonathan.

Hinterher werden wir vom Maître gefragt, ob wir mit den Leistungen zufrieden seien. Im Stil von HeinBloed wird es natürlich verneint. Der Maître versteht es jedoch sehr gut, was wir meinen. Nach dem Spaß-Teil vorbei ist, sagen wir nochmals ernsthaft, dass wir auf dem Schiff vom einfachen Matrosen bis zum Kapitän niemandem begegnet sind, der unfreundlich war.



Hier wurde der volle Einsatz gefordert, als jemand Geburtstag hatte.



Das ist übrigens das SB-Restaurant ganz oben, das wir allerdings nicht genutzt haben.

Lt. Agnes gab es dort ein „lovely“ Lunch.



Das ist das andere Restaurant Royal Gardener, das wir nur mal bei einem Frühstück kennengelernt haben. Aber auch hier waren alle sehr sehr nett.



In allen Restaurants befindet sich immer ein Büffet-Teil. Abends werden dort beispielsweise die Suppen oder Salate von den Kellnern übernommen.

Und immer die Hinweise auf die Kleidervorschrift, die man allerdings auf dieser Kreuzfahrt lockerer genommen hat.



Und das ist unser Fleur de Lys-Restaurant.

Und so sah unser erstes Dinner aus:



Es gab lecker angerichtete Vorspeisen… hier schottischer Lachs – was sonst…



Ich hatte allerdings meinen Gesundheitstag und zog irgendwie eine Fruchschale vor.



Das ist das Non-Plus-Ultra gewesen: Eine schottische Graupensuppe!!! So eine leckere Brühe habe ich vorher in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen. Von unseren Tischnachbarn lernen wir: Schotten essen auch Suppen, wenn es draußen extrem heiß ist. Ich hätte in dieser Suppe baden können.



Der Salat diente als Abrundung…



Was sehr positiv auffiel: neben vier Hauptgerichten, gab es noch ZUSÄTZLICH eine vegetarische Alternative, wie hier ein Gemüsestrudel…



… und eine kalte Alternative, wie hier einen Schweinebratenaufschnitt mit etwas Kartoffelsalat, der sehr lecker war.

Ein Saucen-Kellner kommt dann noch von einem Tisch zum anderen, um alles zu vervollständigen.



Das selbst hergestellte Parfait war angenehm nichtamerikanisch-süß, so dass man es bequem essen konnte, ohne dass alles hinterher im Mund klebte. Es war einfach lecker. Hier Passionsfrucht, die auch danach schmeckte.



Unser 2. und letztes Dinner war gleichzeitig Gala-Dinner.

Statt Hummer Avocado…



… oder zumindest Kaviar auf Lachsmousse und ein paar Großgarnelen…

was aber trotzdem sehr lecker war…



Ich hatte wieder eine tolle Rinderconsommé…



Alternativ gab es eine leckere kalte Pfirsich-Suppe.



Wieder einen Salat zur Abrundung…



Gegrillter Lachs…



Zwei Rinderfilets mit Gänseleberpastete… Einfach nur hmmmmm….



Die Limonen-Meringue war sicherlich ein aktiver Beitrag zum Wiederbuchen… und nicht papp-süß noch limonigfruchtig-säuerlicherfrischend… einfach herrlich!



… und am Ausgang selbst hergestellte Pralinés… von denen ich jedoch keine mehr runterbekommen hätte…

Übrigens Kaffee und Tee wurde immer in den Lounges nach dem Essen serviert.

Ein anderes Highlight war das Frühstück. Neben einem tollen Büffet mit dem leckersten Brot, das man sehr gut ohne etwas darauf essen konnte, gab es eine Frühstückskarte, aus der selbstverständlich serviert wurde… Aber vieles stand auch auf dem Büffet.



Aufgeschnittenes Obst in allen Formen und Farben – nach jedem Geschmack…



Die Brötchen – einfach nur lecker… geschweige von den Plunderteilchen, Muffins, Donuts und sonstigen Leckereien…



Pochierte Eier… zwar ohne den Lachs auf einem Muffin mit Sauce Benedict wie bei NCL, aber mit Black Pudding – eine Art Blutwurst.

Mein Tischnachbar morgens hatte sich nur über meinen Teegeschmack gewundert: Grüner Tee ist dort doch sehr unbekannt. Es gab ihn an Bord und ich bekam ihn auch… Aber die Nachbarschaft hat das nicht verstanden…

Eine britische Errungenschaft muss auf jeden Fall auf allen anderen Schiffen, die wir künftig befahren eingeführt werden, damit wir wirklich glücklich werden:

Der Afternoon-Tea.

Nach dem Belfast-Ausflug gab es ja nichts mehr zu Mittag. Aber Afternoon-Tea ist ein voller Ersatz:



Kaffee und Tee gibt es den ganzen Tag kostenlos in der Lounge…

Dann kommen noch diese Leckereien zum Afternoon-Tea…



Sieben Afternoon-Teas auf der QUEEN VICTORIA sind mein sicherer Tod…

Just lovely…

Nach dem ersten Abend sind wir noch auf dem Deck spazieren gegangen. Es war schön sonnig. Trotzdem fielen wir mit unseren dicken Jacken auf. Die Briten hatten alle kurzärmlig an und waren wirklich im wahrsten Sinne des Wortes unverfroren… Ich denke an die MSC MUSICA zurück: Alle in den gemütlich-warm-geheizten Lounges und die Briten im Whirlpool… Brrr…

Auf dem Deck werden wir wieder mit dem Thema Wetter angesprochen. Adrian ist begeisteter Segler und kennt jede kleine Bucht hier. Auf dem großen Schiff ist er, weil seine Frau sich die Reise auf dem Kreuzfahrtschiff gewünscht hat. Als auch er hört, dass wir zum ersten Mal in dieser Ecke nimmt, zeigt er uns mit anderen Passagieren abwechselnd die einzelnen Inseln.

Später treffen wir Adrian und seine Frau wieder. Adrian erzählt seiner Frau von unserer Begegnung. Sie meint, dass es doch etwas ungewöhnlich sei, Deutsche auf dem Schiff zu treffen und fragt uns, warum wir extra die weite Anreise in Kauf genommen haben. Als ich antworte, wegen des Schiffes und kurz ein paar Kennzahlen runterrattere, meint sie auf einmal, ob ich der Deutsche wäre, der in einem anderem englischsprachigen Forum aktiv wäre und sich entsprechend auf die Orte vorbereitet hat… Ja - so klein ist die Welt…

Da wir ja bereits um 04.00 Uhr aufgestanden sind, ist der Rest des ersten Abends schnell erzählt. Wir gucken uns den Show-Taster an:



„I’m walking on sunshine“ – klingt doch schon sehr vielversprechend für den nächsten Tag.

Da wir von unserer NORWEGIAN DREAM-Fahrt auch noch etwas British-Comedian-geschädigt sind, verzichten wir auf den Rest und gehen ins Bett…

Am nächsten Abend sind wir beim Captain’s Empfang. Wegen der zeitgleichen Ausfahrt aus Belfast, nimmt jedoch nur ein Teil der Offiziere an dem Empfang teil. Da der Captain auch noch selbst zu spät zum eigenen Empfang gekommen ist, wird den Passagieren, die dadurch das Bild mit ihm nicht machen lassen konnten, angeboten beim Hinausgehen es nachzuholen.

Wir gehen einfach nach dem Dinner zu der Veranstaltung der 2. Tischzeit und sehen uns die Highlights nochmals an:



Gibt es auf anderen Schiffen einen Kapitän, der persönlich musikalisch seine Offiziere hinausbegleitet und die Gäste in helle Begeisterung versetzt???

Das war einfach geil:

„Oh when the Saints“ und „All of me“



Das Motto „Frühzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze“ ist anscheinend keine Eigenschaft eines deutschen Kappenrentners. Anscheinend gilt es international und in allen Altersgruppen.

Also passen wir uns an, damit wir diese tolle Show nicht verpassen. Großartig: die Doppeletage mit der Showtreppe, die solche Tänze auch zulässt.



Das waren fast die Andrew-Sisters live… Überraschend: keine osteuropäische Künstler!

Nochmals zurück zu den Kappenrentnern. Rechnet mal nach: Saturday Night Fever war in den 70er… Die 30-jährigen von damals sind die Kappenrentner von heute…

… und als dann Ausschnitte aus Saturday Night Fever kam, ging der Bär los… Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich Rentner auch auf AIDASchiffen wohlfühlen…



Überhaupt laden die Lounges zum Verweilen ein… Neptune Lounge und Lido Lounge sind durch die „Showtreppen“ mit einander verbunden…

Interessanterweise treffen wir hier auf eine weibliche „Gentlemen Host“, die als „Dance Instructor“ betitelt wird. Wir unterhalten uns ein wenig, aber ich bin doch zu schüchtern, um mit ihr den ersten Tanz auf dem Parkett zu eröffnen.



In der Aquitaine Lounge wird auch Piano-Musik angeboten, aber wir waren zu müde, um es zu erleben…

Da wir keinen Alkohol trinken, kommen uns die Preise für nichtalkoholische Cocktails sehr entgegen: bis 2 GBP (= 3 EUR). Aber Alkoholiker kommen auf ihre Kosten: ein alkoholischer Cocktail beginnt bei 3 GBP (= 4,50 EUR).

Bei Bier fallen uns die Riesengläser auf…



Mit Schottland gegen England sorgt man natürlich bei der Kandidatenauswahl im Publikum für Stimmung…



… und erst recht bei mir:

Keine Zahnspangendose…

Schottland – Nordirland – England

Nun für uns eigentlich die Möglichkeit das Ziel (Schiff) mit dem Ziel (Landschaft) zu verbinden!

Schon die Ausfahrt aus Greenock ist ein Traum:



Mit

„Scotland the Brave“

und

„Danny Boy / Londonderry Air“

werden wir verabschiedet.

Gibt es eine schönere Möglichkeit, zu Tränen gerührt zu werden???



Man ist ja von Greenock nicht direkt auf offener See, sondern muss ja erstmal die Clyde hinausfahren…

Als jedoch das Schiff zunächst rückwärts rausfährt und wir die Vibrationen in der Kabine spüren, denken wir: oh weia! Das ist ja noch schlimmer als auf der LILI MARLEEN… Aber zum Glück nur beim Rückwärtsfahren! Und das hielt sich ja in Grenzen.



So sehen die Ausläufer der Scottish Highlands auf der Steuerbord-Seite waren schon ein Erlebnis für das Auge…



Ist das nicht einfach schön?

Ist Norwegen noch schöner???

Und Alaska???

Nun wurden leider alle Ausflüge abgesagt, mangels Teilnehmerzahl.

Margaret und Ella waren sehr enttäuscht, weil sie so gerne Giant’s Causeway gesehen hätten. Wir haben vorbestellt: 2 Plätze haben wir noch frei. Was machen wir mit Agnes und John? Sie erklären, dass sie daran kein großes Interesse haben, was den Weg einfach für uns macht, Margaret und Ella anzubieten, die Tour mit uns zu teilen.

110 GBP hätte es uns alleine gekostet… Aber sie hätten sich auch so gelohnt…



Wegen der Zeitverschiebung stehe ich früh auf. Man ist es kalt auf dem Deck. Aber Frieren lohnt sich, wenn man so reinkommt…



Die Geburtsstätte der TITANIC und OLYMPIC… aber das steht nachmittags auf dem Programm…



… und vor uns noch diese Kameraden… die uns zum Abbremsen zwingen, weil wir deren Manöver abwarten müssen…



Wie man sieht haben beide gedreht…



… wer immer sie auch sein mag??? Sorry – Fährfreunde: sie ist hässlich!!!



Nebenbei erlebe ich in der Frühe noch das Manöver mit, als der Pilot an Bord kommt… Sehr positiv fällt die Informationspolitik an Bord auf:



Alle fühlen sich sehr gut informiert… und wissen wie es abläuft. Zusätzlich erhält jeder an Bord einen Fahrplan des Shuttle-Busses in die Hand gedrückt…



Eine Vertreterin des Belfast Tourist Office steht am Ausgang mit Kartenmaterial bereit und berät direkt noch an Bord…

Um 09.00 Uhr war der Fahrer bestellt und war immer noch nicht da… Margaret meint, dass es zu deutsch wäre jetzt anzurufen. Wir wollen ja um 14.00 Uhr noch die andere TITANIC-Tour machen… Nun Margaret erklärt uns, dass die Iren es nicht so genau mit der Zeit nehmen… Nun ist ausgerechnet Tom, unser Fahrer, ein Gastarbeiter aus Schottland…

Der Weg führt entlang der Küstenstraße bis dass wir in Giant’s Causeway ankommen. 5 GBP (7,50 EUR für das Parken…)… und nochmals 2 GBP (3 EUR) extra für den Bus nach unten und wieder hoch…, wenn man nicht 20-30 Minuten selbst bergab- und auf laufen will.

Wenn man unten ist erwartet einen das:



Das wäre der Marsch gewesen…



Das kann man nicht mit Worten beschreiben – das muss man selbst gesehen haben…

Margaret und Ella haben keine Kamera mit. Da wir eine neue etwas professionellere Kamera jetzt haben und wie üblich mein Lanyard umhaben, mache ich ein paar Aufnahmen von Ihnen, um danach wieder selbst klettern zu gehen… Andere Besucher aus der Vereinigten Arabischen Emirate fragen bei Margaret und Ella nach, ob sie auch fotografieren dürften, ob ich von der Presse sei und weswegen sie von mir fotografiert wurden…

Nervig sind zwischenzeitlich die Busse der GRAND PRINCESS, die ebenfalls in Belfast liegt. Zum Glück ist ja Tom sehr schnell gefahren, so dass wir auch wieder schnell wegkönnen…

Und da Margaret und Ella wieder auf das Schiff wollen, um sich ein wenig auszuruhen, haben wir das Glück, dass wir dann endlich mal das Schiff von der Schokoladenseite fotografieren können:



Was auffällt sind so Details…



Schön, dass mal keine Schablone eingesetzt wurde…

Für 8 GBP nehmen wir an der TITANIC Tour-Teil. Pech haben wir nur mit dem Regen, so dass die Bilder von der GRAND PRINCESS nicht so toll werden…

Aber dafür lernen wir noch die kleine Schwester der TITANIC näher kennen…



Die NOMADIC, …



… die bis 2012 wieder restauriert werden soll…

Die TITANIC-Tour ist sehr informativ und kurzweilig… Da ich als Shipspotter nun leider keine Bilder der TITANIC machen konnte, hörten meine Ohren den Ausführungen zur TITANIC zu, während meine Augen sich näher mit der GRAND PRINCESS befassten…



Wir geben zu, dass wir die Vorbeifahrt zur Recherche unserer Kabine-Lage geführt hat und wir prompt sofort umbuchen mussten…

Es ging dann wieder an Bord zurück und danach nach Liverpool…

Auch da hat sich das frühe Aufstehen bezahlt gemacht:



Hier taucht die Skyline von Liverpool auf. Im Umfeld soll das neue Cruise Terminal entstehen. Wegen extremer Tide jedoch nur für Schiffe im Transit, die keinen Passagierwechsel haben.



Wir jedoch werden von einem Schlepper vorne und hinten in die Langton Schleuse hineingezogen, -schoben, -manövriert…



Muss ich mir so die Fahrt, wie durch den Kanal von Korinth auch vorstellen?

10 m links und 10 m rechts???



Im tide-geschützten Hafenteil kann sogar der LKW direkt längsseits an die alten Luken aus der Fährzeit docken… Ein unschätzbarer Vorteil, um die Abfertigung zu beschleunigen…

Die Ausschiffung ist schnell erzählt:

Die Restaurants schließen um 08.30 Uhr. Bis 09.00 Uhr darf man in der Kabine bleiben. Also kein mit Gepäck im Restaurant Frühstück, sondern menschlich zivilisiert in die Kabine zurück, das Bad aufsuchen, Zähneputzen, die letzten Teile einpacken und sich einen gemütlichen Platz in den Loungen suchen.

Neue Gepäckanhänger benötigt man nicht, wenn es vorher weiss… Man benutzt zur Ausschiffung die gleichen, wie bei der Einschiffung. Als wir „natürlich“ unsere weggeworfen haben und nach neuen Fragen, hören wir die zwei Worte, die wir meistens hören, wenn wir etwas fragen: „No Problem!“.

Deckweise wird man aufgerufen, von Bord zu gehen. Wir zögern es hinaus. Unser Bus soll ja erst um 10.00 Uhr fahren. So lassen wir den anderen den Vortritt. Viele fahren, wie wir zum Bahnhof Liverpool Lime Street. Andere werden nach Greenock gebracht.

Womit wir nicht gerechnet hatten: es fährt mehr als ein Bus zum Bahnhof, so kommen wir als fast letzte in den ersten Bus, der uns zum Bahnhof bringt.

Dort schließen wir wieder für 5.50 GBP unser Gepäck ein und lernen, dass man Abfälle auf Bahnhöfen wegen der Terrorgefahr einfach auf den Boden werfen darf. Als Deutscher kann ich mich damit anfreunden, dass ich nichts in den Abfalleimer werfen darf.

Wir fahren zum Albert Dock, dem neuen touristischen Zentrum von Liverpool.



Von hier sehen wir das

CUNARD Haus

und das

WHITE STAR Haus.

Später fahren wir mit unserer Tour noch daran vorbei.

Also echte Kreuzfahrthistorie.





Es geht mit einem Amphibienfahrzeug durch die Stadt.

Die Fremdenführerin ist erstklassig!!! Es macht viel Spaß ihr zuzuhören und etwas zu erlernen.

Sicherheitshalber wollen wir früher am Bahnhof sein, um mit der Bahn nach Manchester zu fahren. Die Tickets haben wir im Vorverkauf bestellt und müssen sie nur am Automaten abholen. Aus irgendeinem Grund fand ich es chic, für 1 GBP (ca. 1,50 EUR) mehr, eine Versicherung für die Zugfahrt abzuschließen.

Unsere Zugfahrt erwartet unplanmäßig wegen technischer Störungen in Manchester Picadilly. Der Flieger nach Frankfurt wird dennoch erreicht, weil beim Check-in einer nicht so genau auf die Uhr guckt. Dafür vielen Dank.

Es wäre aber nichts passiert: Die Versicherung hätte die Mehrkosten für eine Umbuchung übernommen.

Kommen wir wieder zurück auf die eigentliche Kreuzfahrt.



Dieser Mann hat mit seinem Lächeln unsere Gefühle ausdrücken können, die wir auf dieser Kreuzfahrt empfunden haben.

Dafür herzlichen Dank!!!

Und auch danke,

liebe Crew und liebe Mitreisende!!!

Wir sehen uns schon im April 2008 wieder – dann von Liverpool nach Greenock über Douglas, Isle of Man und Dublin.

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